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Feuer in Fechenheim Großbrand in Lagerhalle

Die Feuerwehr verhindert mit einem Mammuteinsatz ein Übergreifen der Flammen auf eine Frankfurter Chemiefirma.

Grossbrand in Fechenheim
Ein Lagerhalle steht im Frankfurter Stadtteil Fechenheim in Flammen. Foto: dpa

Beim Großbrand einer Lagerhalle im Frankfurter Stadtteil Fechenheim ist in der Nacht zu Dienstag ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Die Feuerwehr war mit mehr als 100 Kräften im Einsatz, konnte aber das Abbrennen der Halle, in der mehrere Firmen untergebracht sind, nicht verhindern. „Die Stahlkonstruktion der Lagerhalle fiel letztlich wie ein Streichholzgebilde zusammen“, hieß es im Bericht der Feuerwehr. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

Der erste Notruf war am Montagabend gegen 23.43 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Der Betreiber eines Tonstudios auf dem weitläufigen Gelände an der Carl-Benz-Straße hatte im hinteren Teil des Areals die Flammen entdeckt. Bereits auf der Anfahrt zum Brandort erkannten die Einsatzkräfte anhand der hohen Flammen und der starken Rauchentwicklung das Ausmaß des Feuers und forderten Verstärkung an. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwilligen Wehren der Stadtteile Oberrad, Fechenheim, Höchst und Eschersheim im Einsatz. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Lagerhalle aber bereits in voller Ausdehnung.

Nach Angaben der Feuerwehr kam es immer wieder zu Knallgeräuschen durch platzende Faserzementplatten, Autoreifen, Spraydosen und Gasflaschen. Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll damit zu tun, das Übergreifen der Flammen auf das Gelände eines direkt angrenzenden Chemieunternehmens zu verhindern. Dafür war ein massiver Einsatz mit Kühlwasser notwendig. Mit fünf Wasserwerfern und weiteren Löschfahrzeugen schossen die Wehren 15 000 Liter Wasser pro Minute auf die Flammen. Da diese Wassermassen nicht durch Hydranten bereitgestellt werden können, wurde ein Löschboot eingesetzt, das Wasser vom Hafenbecken in Offenbach abzapfte und über Schlauchleitungen bereitstellte. Die zunächst starke Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr bereits gegen 2 Uhr in der Nacht unter Kontrolle. „Der Einsatz mit den Nachlöscharbeiten war allerdings erst gegen Mittag beendet“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr, der die ganze Nacht im Einsatz war.

Die Brandermittler der Polizei hingegen können mit ihrer Arbeit erst am Mittwochmorgen beginnen, da die Berge an Brandschutt am Dienstag noch heiß und von Löschschaum bedeckt waren. „Wir müssen zunächst klären, wo das Feuer angefangen hat“, sagte ein Polizeisprecher. Sollte es von innen nach außen gebrannt haben, käme ein technischer Defekt infrage, andernfalls könnte die Lagerhalle auch jemand angesteckt haben.

Die durch große Schiebetore gesicherte Lagerhalle hatte eine Größe von 120x40 Meter und wurde von mehreren Mietern wie einem Gärtnereibetrieb, einem Getränkeshop und einer Autowerkstatt genutzt. Während der Getränkehandel im vorderen Teil der Halle nach Polizeiangaben verschont blieb, hatte die Autowerkstatt im hinteren Teil weniger Glück. Mindestens zwei Dutzend Autos in und vor der Halle wurden beschädigt, teilweise auch durch explodierende Gasflaschen.

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