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Fernbusbahnhof Baustart für Fernbusbahnhof

Für Fernbusreisende ist Frankfurt ein Ärgernis. Das soll sich nun ändern. Im Frühjahr 2016 sind vier von 14 Haltebuchten fertig. Ein Parkhaus für Autos und Räder soll entstehen.

Vier Spaten starten den Umbau des Platzes. Foto: peter-juelich.com

Ein Zaun sperrt einen Teil des Parkplatzes im Süden des Hauptbahnhofes ab, Bagger brechen Asphalt und Betonplatten auf. Die Arbeiten für den Bau des neuen Fernbusbahnhofs und des provisorischen Parkhauses haben begonnen. Der Fernbusbahnhof entsteht in drei Phasen. Die ersten vier Haltebuchten für Fernbusse sollen bis April 2016 fertig sein. Insgesamt zehn Stellplätze sind laut Plan ein Jahr später nutzbar. Ein weiteres Jahr darauf ist der Fernbusbahnhof mit seinen 14 Halteplätzen komplett. Bis April 2018 will die Stadt alle Halteplätze für Fernbusse rund um den Hauptbahnhof in den neuen Fernbusbahnhof verlagert haben.

Für die Reisenden sind ein Café, Ticketautomaten und Toiletten vorgesehen. Der Fernbusbahnhof, den das Frankfurter Architekten-Büro Schneider und Schumacher entwirft, wird überdacht. Im Januar hieß es noch, der Fernbusbahnhof und das Parkhaus entstünden bis Jahresende. „Wir können den Platz nicht vollständig für die Bauarbeiten sperren“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Sonst könnten die Fernbusse nicht mehr halten, die Straßenbahnen kämen nicht mehr ins Depot.

Auf einem der Baufelder entsteht vorübergehend ein vierstöckiges Parkhaus. Es bietet Platz für rund 350 Autos, Mietwagen und Carsharing-Fahrzeuge. So viele Fahrzeuge können auch auf dem Parkplatz stehen. Im Erdgeschoss entsteht eine Stellfläche für rund 300 Fahrräder sowie eine Fahrradwerkstatt.

Cunitz begrüßt die Entwicklung

Das provisorische Parkhaus soll bis April 2016 fertig sein. Eine Nutzung von „drei bis fünf Jahren“ sei geplant, sagte Jakob Vowinckel, der Leiter von CA Immo in Frankfurt. Die Immobiliengesellschaft will auf dem Baufeld, wo das Parkhaus stehen wird, ein bis zu hundert Meter hohes Hochhaus errichten. Diese Höhe lässt der Hochhausentwicklungsplan zu. Das provisorische Parkhaus verschwindet dann. Die Stellplätze wandern in eine Tiefgarage unter den Turm.

Der CA Immo gehört das Areal südlich des Hauptbahnhofes. Sie lässt das Parkhaus und den Fernbusbahnhof auf eigene Kosten für rund 8,5 Millionen Euro errichten.

Das Parkhaus und den Fernbusbahnhof wird die Parkhaus-Betriebsgesellschaft betreiben. Sie ist eine Tochter der Wohnungsbaugesellschaft ABG. Die verwalte in Frankfurt schon rund 30 000 Stellplätze in dutzenden Tiefgaragen und Parkhäusern, so ABG-Geschäftsführer Frank Junker. Das Parken im neuen Parkhaus soll laut Junker für Autos etwa 1,50 Euro pro Stunde kosten. Für Fahrräder werde ein „symbolischer Betrag von etwa 50 Cent“ fällig. Die Fernbusse müssten pro Einfahrt in den Bahnhof rund sechs bis sieben Euro zahlen.

Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) begrüßte die Entwicklung des Areals. Dort liege derzeit mit dem Parkplatz „eine Mindernutzung“ vor. Diese „städtebaulich unbefriedigende Situation“ löse sich durch den Bau eines Hochhauses, des Fernbusbahnhofes und des Gebäudes für eine gemischte Nutzung auf.

In den kommenden Jahren stehen weitere Arbeiten am Hauptbahnhof an. 2016 beginnt die Deutsche Bahn mit der Umgestaltung der B-Ebene. Die Stadt will den zentralen und nördlichen Bahnhofsvorplatz neu gestalten. Die Taxi-Halteplätze sollen an die Poststraße umziehen. Die Fernbusse, die noch an der sogenannten Südtasche halten, einer Haltestelle vor der Markthalle im Hauptbahnhof, sollen künftig die Reisenden im Fernbusbahnhof ein- und aussteigen lassen.

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