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Fechenheim/Seckbach Gewerbegebiet der Zukunft

Die Industriestandorte Fechenheim-Nord und Seckbach sollen sich zu Frankfurts erstem nachhaltigen Gewerbegebiet entwickeln. 1,3 Millionen Euro investiert die Stadt für die Aufwertung der Areale.

Die Manager: Tobias Löser (links) und Max Weber. Foto: Boeckheler

Seit einem Monat arbeitet Tobias Löser in seinem neuen Büro im Cassellapark. Er ist Standortmanager für die Industriestandorte Fechenheim-Nord und Seckbach. In den kommenden fünf Jahren sollen sich die Areale zu Frankfurts erstem nachhaltigen Gewerbegebiet entwickeln. Auf einem Festakt am Mittwoch hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) symbolisch den Schlüssel für die Räume an der Cassellastraße übergeben.

Die Stadt will den 550 ansässigen Betrieben mit ihren 7200 Arbeitnehmern helfen, Energie – und damit Geld – zu sparen. „Wir machen ein Gewerbegebiet für die Zukunft“, sagte Frank in seiner Ansprache. Frankfurt sei nicht nur eine Stadt zum Wohnen, sondern auch zum Arbeiten. Ziel sei es, die bestehenden Flächen effizienter, effektiver und kreativer zu nutzen als bislang. „Wenn es uns gelingt, ist das eine Blaupause für viele andere Stellen in Frankfurt.“

Die Stadtverordneten hatten lange für das Pilotprojekt gekämpft. Der Leiter des Planungsamts, Martin Hunscher, sagte, dass die Wahl ganz deutlich auf ein innerstädtisches, schon vorhandenes Gebiet gefallen sei. Es gehe darum, Synergien im energetischen Bereich zu schaffen. Hunscher bescheinigte dem Standort großes Potenzial, sprach aber auch von „Bauchschmerzen“ der Gewerbetreibenden – etwa beim Thema Verkehrsanbindung.

1,3 Millionen Euro investiert die Stadt in den kommenden fünf Jahren für die Aufwertung der Areale. Weiteres Geld könnte aus Bundesmitteln fließen. Das Pilotprojekt ist in zwei Förderprogramme aufgenommen worden: in das Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ im Bundesumweltministerium und in das Vorhaben „Grün statt Grau“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Das Geld können wir gut einbauen“, sagte Hunscher dazu.

Das neue Standortmanagement im Cassellapark solle fortan eine „Anlaufstelle im Gebiet“ sein, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Oliver Schwebel. Laut Manager Tobias Löser gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit unter den Gewerbetreibenden. Die bestätigen das: „Wir haben Synergien“, sagt Nicolai Braun, der an der Gwinnerstraße mit gebrauchten Lastwagen handelt.

Neben einem Standortmanager bekommt das Projekt bald auch einen Klimaschutzmanager: Max Weber soll ab Januar mit in Lösers Büro sitzen. Er soll den Unternehmen helfen, Energiekosten zu sparen – etwa mit dem Beratungsprogramm Ökoprofit.

Damit bietet die Stadt Unternehmen aus Frankfurt und Umgebung einen Einstieg ins Umweltmanagement: Externe Berater entwickeln gemeinsam mit den Betrieben Projekte und unterstützen bei der Umsetzung. Zwei Firmen auf dem Areal des künftigen nachhaltigen Gewerbegebiets hätten bereits teilgenommen, sagte der Vize-Leiter des Energiereferats, Paul Fay.

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