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FDP in Frankfurt Frankfurter FDP verliert Führung

Die Frankfurter Liberalen müssen sich eine neue Führung suchen. Der bisherige Vorsitzende, Christoph Schnurr, gibt aus beruflichen und privaten Gründen den Vorsitz ab. Auch sein Stellvertreter, Hans-Christian Mick, stellt sein Amt zur Verfügung.

16.01.2015 13:50
Christoph Schnurr verlässt die Frankfurter FDP zum nächsten Parteitag im März aus „beruflichen und privaten Gründen“. Foto: Alex Kraus

Auf dem Dreikönigstreffen der Frankfurter FDP blickte Christoph Schnurr für seine Partei hoffnungsvoll in die Zukunft. „Das Jahr 2015 wird ein wichtiges Jahr für uns Liberale, ein Jahr voller Chancen.“ Eine berufliche Chance hat der FDP-Kreisvorsitzende nun ergriffen: Er zieht mit seiner Familie aus Frankfurt weg. Den Parteivorsitz der Frankfurter FDP gibt er ab.

„Ich werde auf dem nächsten Parteitag am 4. März aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren“, sagte Schnurr der FR. Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Hans-Christian Mick werde sein Amt zur Verfügung stellen. „Wir wollen ein Jahr vor der Kommunalwahl den Weg freimachen für einen neue Parteiführung.“

Hans-Christian Mick, der am Donnerstag seinen 35. Geburtstag feierte, sei als Anwalt und zweifacher Familienvater derzeit zu stark eingebunden, um sich mit vollem Einsatz politisch zu betätigen. Von 2009 bis 2013 war Mick, der mit 21 Jahren in die Partei eintrat, FDP-Abgeordneter im Hessischen Landtag. Bei der Landtagswahl 2013 reichte der Listenplatz 14 nicht zum Einzug ins hessische Parlament.

Umzug nach Baden-Baden

Der 30-jährige Christoph Schnurr will mit seiner Familie nach Baden-Baden ziehen und sich im Geschäft seines Schwiegervaters, im Garten- und Landschaftsbau, engagieren. Von Baden-Baden aus könne er die Frankfurter FDP nicht führen.

Von 2004 bis 2007 war Schnurr Kreisvorsitzender der Frankfurter Jungen Liberalen, von 2006 bis 2010 Stadtverordneter im Römer. Abgeordneter im Bundestag war er von 2009 bis 2013, er saß für die FDP im Verteidigungsausschuss. Die Frankfurter FDP führt Schnurr seit 2012. Ob er sich in seiner neuen Heimat politisch engagieren will, ließ er offen.

„Lassen Sie uns gemeinsam für eine starke FDP in Frankfurt arbeiten“, sagte er noch vor zehn Tagen. Als Ziel für die Kommunalwahl 2016 gab er einen Stimmenanteil von 5,6 Prozent für die Freidemokraten aus. fle

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