Lade Inhalte...

EZB-Eröffnung Bürger bleiben vor der Tür

Bei der Eröffnung der EZB müssen die meisten Journalisten draußen bleiben und mit ihnen die Bürger. So geht die EZB mit der Pressefreiheit um: Man lässt die Tageszeitungen einfach nicht rein. Ein mieser Einstieg in die Beziehungen zur neuen Heimatstadt der EZB. Der FR-Kommentar.

Zutritt verboten! Foto: Rolf Oeser

Schön, dass die EZB nun auch offiziell eröffnet wird. Schade, dass der Europäischen Zentralbank so restlos gleichgültig ist, was die Stadt Frankfurt, das Rhein-Main-Gebiet und die Bürger davon mitbekommen. Da wird gleich zum Start gezeigt, wie wichtig sie ihren Standort nimmt: Die meisten Journalisten müssen draußen bleiben. Mit ihnen bleiben die Bürger vor der Tür, für die sie berichten.

Drinnen begrüßt OB Feldmann die Gäste im Namen der Stadt, drinnen heißt Wirtschaftsminister Al-Wazir die Banker in Hessen willkommen. Draußen stehen die Reporter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Frankfurter Neuen Presse, der Bild und auch Ihrer Frankfurter Rundschau. Zutritt verboten!

Was Feldmann sagt, was Al-Wazir sagt, wie die Reden aufgenommen werden, wie die geladenen Gäste reagieren, das werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in einem Text von einer Nachrichtenagentur lesen. Sie werden nicht in unterschiedlichen Zeitungen verschiedene Eindrücke vergleichen können, sie werden nicht aus verschiedenen Perspektiven über die Eröffnungsfeier informiert werden.

So geht die EZB mit der Pressefreiheit um: Man lässt die Tageszeitungen einfach nicht rein – und ihre Leserinnen und Leser auch nicht.

Was für ein mieser Einstieg in die Beziehung zu der neuen Heimatstadt der Europäischen Zentralbank. Wir sagen dazu: Willkommen in Frankfurt, EZB. Das „Herzlich“ lassen wir weg.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum