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Ex-OB in „Specktre“ Petra Roth spielt in Bond-Parodie mit

Frankfurts Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth spielt in Bäppi La Belles Bond-Parodie „Specktre“ die M. Der Film ist im November auf der großen Kinoleinwand zu sehen.

SPECKTRE
Moneypenner (Tobias Friedhoff) und M (Petra Roth) müssen Agent 0014 engagieren. Foto: Rolf Oeser

„Moneypenner. Wo ist er?“, fragt M alias Petra Roth ihren Sekretär (Tobias Friedhoff). Sie ist ungeduldig. Die eigentliche Assistentin Miss Moneypenny ist zurzeit in der Klapse, 007 verschwunden. Frankfurts Ex-Oberbürgermeisterin sitzt vor einer grünen Filmwand, eine Etage über „Bäppi’s Theatrallalla“ unweit der Friedberger Warte an einem braunen Schreibtisch.

Auf diesem liegt ihr Text in großer Schrift ausgedruckt. Roths Sprechstimme ist gewohnt tief wie cool. Schauspiel-Größe Judi Dench wäre bestimmt zufrieden mit ihrer Nachfolgerin.
Okay, nicht ganz ihre Nachfolgerin, denn es ist keine Hollywood-Produktion. Roth macht bei den Dreharbeiten in Bäppi La Belles Kino-Streifen „Specktre“ ihre erste richtige Schauspiel-Erfahrung. Mit 74. „Ich habe Bammel wie früher in der Schule, kann man mich nachher noch rausschneiden?“, fragt Roth bevor der Dreh an diesem Mittwochnachmittag losgeht.

Der Film ist eine Parodie auf mehrere Bond-Streifen. „Eigentlich sollte es nur ein Einspieler zu meinem 25-jährigen Bühnenjubiläum werden, aber wir hatten so viele Ideen, dass es jetzt ein 40-minütiger Film wird, den wir am 6. November im Kinopolis in Sulzbach zeigen werden“, erzählt Frankfurts Travestie-Star Bäppi La Belle, der eigentlich Thomas Bäppler-Wolf heißt.

Kanzlerin Angie wird von Blofeld entführt

Specktre steht natürlich in Verbindung zu seiner Rubensfigur. Der 56-Jährige selbst spielt gleich sieben Rollen. Eine davon ist Kanzlerin Angie, die von Blofeld entführt wird. Er spielt auch die Queen, von dieser fordert Bösewicht Blofeld eine Milliarde Pfund Fleischwurst als Lösegeld.

„Ansonsten droht er mit einem Virus, das alle Engländer in Hessen verwandelt und Gin in Apfelwein“, erzählt Bäppler-Wolf. Und da auch 007 verschwunden ist, muss Agent 0014 ran. „Wir mussten die Agentenzahl verdoppeln seitdem Trump regiert“, sagt M (Roth), die Vorgesetzte von 0014. „Nicht an Agenten, sondern an Gewicht.“ Den Proper-Bond spielt Alexander Beck (Theater Alte Brücke).

Seit Freitag haben sie gedreht. Am Samstag stand Bäppler-Wolf auf dem Golfplatz in Altenstadt mit dem bekannten Schweizer Daniel-Craig-Double Martin Langanke. „Das hat viel Spaß gemacht, er spricht Schweizerdeutsch, aber ich glaube sein Hessisch wird man verstehen können“, so Bäppler-Wolf und lacht. Auch im „Zum Rad“ in Seckbach, im Historischen Museum und der neuen Altstadt waren 0014 und Bäppler-Wolf im Einsatz. Nur an diesem letzten Tag, hat Bäppler-Wolf Drehpause. Er redet Petra Roth, die sichtlich nervös ist, gut zu. Und pudert sie auch ab, so dass sie filmschön ist. Sie kennen sich sehr lange. Sie vertraue ihm, so Bäppi. „Ich bin keine Schauspielerin, ich bin ich“, betont Roth. Nur einmal habe sie in einem „Tatort“ mitgespielt, aber da „musste ich nur mich selbst spielen und bin nur die Treppe runtergelaufen“.

Sie selbst sei keine großartige Kinogängerin, habe aber die ganz Großen des Filmgeschäfts wie Maximilian Schell oder Gert Fröbe („Goldfinger“) persönlich kennenlernen dürfen. „Und ich habe den größten Respekt vor der Leistung“, betont Roth. Der Regisseurin am Set, Valeriia Didovyk, sagt sie: „Seien Sie mir gegenüber bitte nicht zu höflich, geben Sie mir direkte Befehle.“

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