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Europäische Zentralbank Mit dem Tablet durch die EZB

Die Europäische Zentralbank eröffnet ihr neues Besucherzentrum und möchte besonders junge Leute gewinnen. Tablet-Computer bieten den Besuchern zusätzliche Informationen

Europäische Zentralbank (EZB)
Kurzer Gang über die Eurozone. Foto: Michael Schick

In der Europäischen Zentralbank ist alles vom Feinsten. Wer es geschafft hat, einen Platz für eine Führung zu ergattern, bekommt gleich im Foyer einen Tablet-Computer überreicht. Auf der Rückseite: das Logo einer kalifornischen Edelmarke mit Apfel.

Wie einem das Gerät während des Besuchs helfen soll, erklärt Valérie Saintot. Sie hat das neue Besucherzentrum im Eingangsbereich der Europäischen Zentralbank (EZB) entworfen. „Der Besucher soll nicht passiv sein, sondern selbst Hand anlegen dürfen“, sagt die Französin.

Ab September können Interessierte über die Internetseite der EZB Führungen buchen. Bis dahin läuft noch ein reduzierter Probebetrieb mit nur einer Besuchergruppe pro Tag. „Bis September sind wir schon komplett ausgebucht“, sagt Saintot. Sie rechnet für die Zukunft mit 40 000 Besuchern pro Jahr. Mehr seien aufgrund der Sicherheitsbestimmungen und den damit einhergehenden Personenkontrollen nicht möglich.

Wer dann einen der begehrten Plätze bekommen hat, steht am Anfang der Ausstellung neben einer großen auf den Boden aufgedruckten Europakarte. Bei jedem Staat sieht man eines der landestypischen Münzmotive: Den Adler in Deutschland oder die Harfe in Irland. Wer nun die Kamera seines Tablets auf eine der aufgedruckten Münzen hält, bekommt alle möglichen Fakten zu dem jeweiligen Land auf sein Tablet geliefert - und das sogar so schnell, dass man manchmal gar nicht mehr hinterherkommt.

 Wem das zu viel wird, der kann das Tablet zur Seite legen und sich den zahlreichen Schautafeln und Monitoren zuwenden. Die Texte auf den Tafeln haben die Ausstellungsmacher bewusst kurz gehalten. „Währungspolitik ist kompliziert. Wir wollen sie mit einfachen Worten erklären“, sagt Christine Graeff, Kommunikationschefin der Europäischen Zentralbank. Nur so könne man das selbstgesteckte Ziel erfüllen: einer breiten Öffentlichkeit das Verständnis für die Aufgaben der Bank vermitteln.

Die Tabletcomputer hält sie für einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung. „Unsere Zielgruppe sind junge Leute“, sagt sie. Doch nicht nur junge Menschen sollen von den digitalen Hilfsmitteln profitieren. „Wir schaffen mit dem Tablet zwei Ebenen“, erklärt Valérie Saintot. Die erste Ebene sind die Schautafeln. Wenn der Besucher noch mehr erfahren will, kann er die Kamera des Tablets auf das Symbol daneben richten und bekommt mehr Informationen auf sein Gerät gespielt. „Wir wollen, dass der Besucher immer etwas aus der Ausstellung mitnimmt, egal, ob er nur zehn Minuten oder eineinhalb Stunden da ist“, sagt Valérie Saintot.

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