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Europäische Woche des Sports in Frankfurt Runter vom Sofa

Bei der Europäischen Woche des Sports in Frankfurt gibt es rund 200 Angebote. Die Stadt will die Eröffnung 2020 ausrichten.

Sport
Fast 40 Prozent der Deutschen machen nie Sport. Foto: Friedrich Stark (epd)

Die Europäische Union will Couchpotatoes vom Sofa holen und Frankfurt ist ganz vorne mit dabei. Fast 40 Prozent der Deutschen machen nie Sport, hat das Eurobarometer, eine Umfrage der Europäischen Kommission, ergeben, europaweit sind es sogar 46 Prozent. Deswegen hat das EU-Parlament die Europäische Woche des Sports ins Leben gerufen.

Deutschlandweit machen 480 Kommunen mit. An den meisten Standorten gibt es kleinere Aktionen wie einen Lauftreff oder Tage der offenen Tür in Fitnessstudios oder Vereinen. Frankfurt aber zieht das Ganze als großes Event mit mehr als 200 Veranstaltungen auf. Am Mainufer, der Weseler Werft und im Hafenpark laden rund 80 Vereine und kommerzielle Sportanbieter zwischen Sonntag, 23., und Sonntag, 30. September, ein, neue Sportarten kennenzulernen und sich zu informieren.

Am Mainkai spekulieren die Organisatoren eher auf ein Laufpublikum. Hier sollen in erster Linie die eher Inaktiven angesprochen werden, es gibt viele kleinere Mitmachaktionen. Zudem starten hier jeden Abend Lauftreffs und mittags bietet die Frankfurter Turngesellschaft täglich ein Pausenprogramm an.

Am Hafenpark richtet sich das Angebot eher an bereits sportlich Aktive. Hier gibt es etwa Workshops, die bis zu mehr als einer Stunde dauern, einen Hindernislauf oder ein offenes Calisthenics-Training. Die Sportklinik Frankfurt bietet im Zelt am Mainkai täglich Gesundheitschecks mit Lungenfunktionstest, Herz-Ultraschall und Körperfettmessung an und stellt Fitness-Tracker vor.

Diskussion über Sport im öffentlichen Raum

Rund 180 000 Euro wird das Event insgesamt kosten. Hauptorganisator ist der Deutsche Turner-Bund. Als Partner mit dabei sind außerdem die Stadt Frankfurt, das Land Hessen und der Sportkreis Frankfurt.

Neben der Bewegung wird es auch politisch: Am Montagabend, 24. September, von 18 bis 20 Uhr, diskutieren Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen), Sportkreis-Chef Roland Frischkorn, eine Zukunftsforscherin und weitere Teilnehmer über die Frage, wie der öffentliche Raum für Sport und Bewegung genutzt werden kann. Hintergrund ist das Verbot von kommerziellen Sportangeboten in Frankfurter Parkanlagen, das Anfang September viele Freizeitsportler in der Stadt beschäftigt hat.

2017 hatten Vereine erstmals zur Europäischen Woche des Sports eingeladen – damals war der Schwerpunkt der Veranstaltungen im Hafenpark. „Wir wollen sensibilisieren, aktivieren, motivieren“, sagt Pia Pauly vom Deutschen Turner-Bund. Ziel ist, die Sportwoche künftig regelmäßig auszurichten. Für 2020 – wenn Deutschland turnusgemäß wieder die Ratspräsidentschaft der EU innehat – wollen die Organisatoren die Eröffnung nach Frankfurt holen. Bisher richteten die immer die Hauptstädte aus, sagt Pauly. Da aber Berlin bisher keine größere Veranstaltung vorzuweisen hat, will sich Frankfurt im Oktober dafür bewerben.

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