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Euro Finance Week "Willkommen in der Blockupy-Stadt!"

Sie wollen stören, belästigen - und über alternative Politik reden: Kapitalismuskritiker von "NoTroika Rhein-Main" empfangen die Teilnehmer der Euro Finance Week mit einer Demonstration an der Frankfurter Messe.

"Willkommen in der Blockupy-Stadt!" Aktivisten von "NoTroika Rhein-Main" bilden am ersten Tag der Euro Finance Week in Frankfurt ein "Spalier der Schande". Foto: Christoph Boeckheler

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik sind in der Stadt: Auf der Euro Finance Week in Frankfurt tauschen sie sich eine Woche lang über den Finanz- und Versicherungsstandort Deutschland aus. Ungestört werden sie dabei nicht bleiben: Bereits am ersten Morgen erinnern Aktivisten von "NoTroika Rhein-Main" vor der Messe, dem Ort der Tagung, daran, wo sich die Teilnehmer befinden - "im Herzen des Krisenregimes". Das Motto: "Willkommen in der Blockupy-Stadt!"

Auf der Tagesordnung des Branchentreffens stehen Themen wie Banken-Regulierung und Risiko-Management, Wertpapieraufsicht und Banken-IT, Privatkundengeschäft und Immobilienwirtschaft. Abends sind Empfänge, Dinner und Preisverleihungen geplant.

"Die Finance Week ist ein Ort der Abstimmung des autoritären europäischen Krisenregimes", so die Aktivisten. "Sie wollen sich und ihre Politik feiern - wir nicht!"

Die Demo zur Begrüßung ist nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Gegenveranstaltungen. Heute Abend etwa, während die Tagungsteilnehmer die Vorstandschefin der Bank SEB, Annika Falkengren, zur Europäischen Bankerin des Jahres 2012 küren, diskutieren die Aktivisten im der Raumstation Rödelheim über Landwirtschaft im Kapitalismus - denn auch "AgriFinance" ist Thema des Branchentreffens. Da könne man sich "für 800 Euro Eintritt u.a. anhören", kritisiert NoTroika, "wie ein stabiles Investitionsklima in afrikanischen Staaten herzustellen ist". Über weitere Diskussionsveranstaltungen und Aktionen im Laufe der Woche informieren die Aktivisten auf ihrer Website.

Auf der Tagung demonstrierte derweil die Deutsche Bank, dass sie von politischen Eingriffen genug hat. Weitere Einschnitte könnten zu einer Belastung für die Realwirtschaft werden, warnte Co-Chef Jürgen
Fitschen. Seine Forderung: Die Politik solle vor allem ihre Pläne zur Finanztransaktionssteuer sowie zu einer stärkeren Trennung des Investmentbankings vom klassischen Bankgeschäft aufgeben. "Das schadet der Realwirtschaft", so Fitschen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Blockupy Frankfurt

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