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Ermittlungstreffer Rentner macht Waffen scharf

Die Frankfurter Polizei hebt ein regelrechtes Arsenal in einem Mehrfamilienhaus in Harheim aus.

Polizei findet Waffenlager
65 Schusswaffen fand die Polizei in der Wohnung eines 67-Jährigen. Foto: dpa

Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie die Wohnung am Rande von Harheim durchsuchten. Ein 67 Jahre alter Mann hatte zu Hause 65 Schusswaffen, 15 Kilo Schwarzpulver, zahlreiche Waffenteile und 100 Kilo Munitionsteile gehortet. In den Kellerräumen hatte sich der bislang polizeilich unauffällige Rentner eine regelrechte Waffenwerkstatt eingerichtet. Die Beamten forderten nach einer ersten Durchsuchung am Dienstag Verstärkung an und beschlagnahmten das Waffenarsenal.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war das Verfahren gegen einen Waffenhändler in Nordrhein-Westfalen. In dessen Lieferlisten war auch die Adresse des 67-Jährigen aufgetaucht. Demnach hatte er Teile gekauft, mit denen Lufdruckwaffen zu gefährlichen Waffen umfunktioniert werden können. Da der Rentner keinen Waffenschein besitzt und folglich zu einer solchen Umrüstung nicht befugt ist, ordnete das Amtsgericht die Durchsuchung an.

Gutachter müssen nun zunächst bewerten, welche Gefahr von den Waffen ausging. Den bisherigen Ermittlungen zufolge vermutet die Polizei, dass der Rentner im Internet nicht nur Waffenteile kaufte, sondern auch Waffen verkaufte. Einen politischen Hintergrund sieht die Polizei bislang nicht. 

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