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Einwohnerzahl Frankfurt wächst

Offiziell hat Frankfurt bereits im Juni 2012 die Marke von 700.000 Einwohnern überschritten. Für die Zukunft ist die Tedenz klar erkennbar: Die Stadt wird weiter wachsen.

Fankfurt ist als Wohn- und Arbeitsort für viele attraktiv. Foto: Archiv: Rolf Oeser

Frankfurt ist eine der wenigen deutschen Großstädte, die wachsen. Während gerade Kommunen im Ruhrgebiet und in den neuen Bundesländern mit anhaltender Schrumpfung und Abwanderung von Menschen kämpfen, darf sich Frankfurt glücklich schätzen. Gerade junge Familien mit Kindern fühlen sich von der Kommune angezogen, weil sie auch in der Krise Arbeitsplätze und vergleichsweise gute Bezahlung bietet.

Offiziell hatte Frankfurt bereits im Juni 2012 die Marke von 700 000 Einwohnern überschritten. Das wurde von der Kommunalpolitik gefeiert – und zugleich als Herausforderung begriffen. Seitdem suchen Politiker aller demokratischen Parteien nach Wegen, rasch möglichst viel neue Wohnungen zu verwirklichen.

Zwei Prognosen gelten dabei als Grundlage des kommunalpolitischen Handelns. Die eine stammt von den Fachleuten des Bürgeramtes Statistik und Wahlen. Sie sagt für das Jahr 2020 rund 725 000 Einwohner in Frankfurt voraus, danach einen leichten Rückgang auf 723000 im Jahre 2030. Die zweite wurde von der Bertelsmann Stiftung erarbeitet. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahre 2030 genau 720 140 Menschen in Frankfurt leben werden.

Für Verwirrung sorgten die Ergebnisse des amtlichen Zensus 2011, die Ende Mai veröffentlicht worden waren. Danach lag die Bevölkerungszahl am Stichtag 9. Mai 2011 nur bei 667 925. Am 30. April 2013 wären es 683 000 Bürgerinnen und Bürger gewesen.

Beharren auf alter Zählweise

Die großen Unterschiede ergaben sich durch eine andere Zählweise. Die Fachleute im Römer hatten stets auch die Menschen mitgezählt, die offiziell nur mit Nebenwohnsitz in Frankfurt gemeldet waren – aber tatsächlich ihren Lebensmittelpunkt hier hatten.

Der Zensus 2011 registrierte alle Personen mit Nebenwohnsitz nicht. Dadurch schrumpften die Einwohnerzahlen. Waltraud Schröpfer, die Leiterin des Bürgeramtes Statistik und Wahlen, hält jedoch die alte Zählweise nach wie vor für richtig: „Die Menschen leben ja in Frankfurt.“ Tatsächlich zähle die Stadt mittlerweile mehr als 700 000 Einwohner.

Auch die Herausforderung des Wachstums bleibt. Jedes Jahr drängen Tausende von Menschen neu in die Stadt, dieser Trend ist ungebrochen.

Noch ein weiteres Problem bleibt unberücksichtigt. Die Bevölkerungsprognosen basieren stets nur auf der Zahl der Menschen, die in Frankfurt offiziell beim Bürgeramt gemeldet sind. Tatsächlich aber leben in der Stadt viele, die sich gar nicht offiziell registrieren lassen – etwa Armuts- oder Kriegsflüchtlinge. Auch sie brauchen natürlich ein Dach über dem Kopf, eine menschenwürdige Wohnung.

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