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Eintracht-Profi Rode Vom Stadion ins Jugendheim

Eintracht-Profi Sebastian Rode kommt als Botschafter gegen Gewalt ins Jugendheim Don Bosco in Sinntal im Main-Kinzig-Kreis. Und die Jungs im Jugendheim wollen einiges von ihm wissen. Zum Beispiel wie er zu Ausschreitungen in Fußballstadien steht.

Fußballer mit Vorbildfunktion: Sebastian Rode. Foto: Getty Images

Eintracht-Profi Sebastian Rode kommt als Botschafter gegen Gewalt ins Jugendheim Don Bosco in Sinntal im Main-Kinzig-Kreis. Und die Jungs im Jugendheim wollen einiges von ihm wissen. Zum Beispiel wie er zu Ausschreitungen in Fußballstadien steht.

Klar, Sebastian Rode war der beste Torschütze. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Immerhin verdient der 22-jährige Hesse sein Geld als Profi-Fußballer bei Eintracht Frankfurt.

Seine elf Herausforderer am Montag waren Kinder und Jugendliche, die ihren Weg unter schwierigen Bedingungen finden müssen. Die Jungs leben im Jugendheim Don Bosco in Sinntal-Sannerz im Main-Kinzig-Kreis.

Dort hatte Rode zwei Tage nach dem Bundesliga-Sieg gegen Hoffenheim einen Premieren- Auftritt. Zum ersten Mal war er am Montag als Präventionsbotschafter des Landes Hessen unterwegs – und begeisterte die Teilnehmer.

Ganz unkompliziert mischte sich der Eintracht-Profi unter die Jugendlichen, die wie er mit dem Ball auf ein zur Torwand umgestaltetes Auto zielten. „Er hat sich super auf die Jugendlichen eingestellt“, freute sich der Leiter des Jugendheims, Pater Christian Vahlhaus.

Vorher hatte Rode seinerseits Anerkennung für die soziale Arbeit geäußert. „Ich habe großen Respekt für Menschen, die in sozialen Berufen eine Menge leisten, wie Krankenschwestern und Altenpfleger“, sagte er. Das gelte auch für die Arbeit des Jugendheims Don Bosco.

Ende November war Sebastian Rode von Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) als neuer Präventionsbotschafter des Landes vorgestellt worden. Er soll sich im Gespräch mit Jugendlichen für gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen.

Nicht jeden Tag Lust auf Training

Wie er zu Ausschreitungen in Fußballstadien steht, wollten die Jugendlichen in Sinntal von ihm wissen. Man sei sich einig, „dass einige wenige sogenannte Fans das Spiel nicht kaputt machen dürfen“, antwortete Rode. Er berichtete auch, dass er schon öfter provoziert worden sei – da falle es manchmal schwer, nicht körperlich zu reagieren. Man müsse sich aber immer darum bemühen.

Der Fußballer warb bei den Jugendlichen dafür, sich selbst zu disziplinieren, wenn es nötig sei. Auch er habe nicht jeden Tag Lust, ins Training zu gehen, gestand Rode – aber es lohne sich, Widerstände zu überwinden, wenn man sein Ziel erreichen wolle.

Unter den Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren waren viele Eintracht-Fans. Ihnen ist nicht entgangen, dass der engagierte Mittelfeldspieler Rode zu einem Karrieresprung ansetzt, der ihn in die Nationalmannschaft führen könnte. Rode mahnte bei entsprechenden Fragen zur Vorsicht. „Das kann auch schnell vorbei sein“, sagte er mit Blick auf die Verletzungsgefahr im Sport. „Es gibt viele gute Spieler, und alle wollen nach Brasilien.“ Dort wird im Jahr 2014 um die Weltmeisterschaft gekickt.

Der Geschäftsführer des hessischen Präventionsrates, Helmut Fünfsinn, freute sich über eine „gelungene Veranstaltung“. Jetzt hofft er, den Eintracht-Fußballer für einen Auftritt in großem Rahmen gewinnen zu können – beim Deutschen Präventionstag im April.

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