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Eintracht Frankfurt im Pokalfinale „Wir weisen die Bayern in die Schranken“

Tankard-Sänger Gerre spricht im FR-Interview über das Gefühl, vor der geilsten Fankurve der Welt aufzutreten. Die Band spielt beim Pokalfinale Eintracht Frankfurt - Bayern München.

Pokalfinale in Berlin
Voller Einsatz: Gerre vor dem Pokalfinale 2017. Foto: Arne Dedert (dpa)

Wenn es Sommer wird, steht Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale. Und wenn Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale steht, spielt Tankard vor der Frankfurter Fan-Kurve. Zum dritten Mal nach 2006 und 2017 wird die Metal-Band heute Abend ihr „Schwarz-weiß wie Schnee“ zum Besten geben. Die FR unterhielt sich mit Sänger Andreas Geremia (51), den alle nur Gerre nennen.

Gerre, im vergangenen Jahr spielte Tankard vor dem Finale, und Helene Fischer trat in der Halbzeitpause auf. Diesmal ist Tankard wieder dabei, auf Helene Fischer wird nach dem Pfeifkonzert 2017 verzichtet. Was sagt diese Entwicklung über Eure Musik?
Qualität setzt sich durch.

Habt Ihr Helene Fischer vergangenes Jahr getroffen?
Ja, aber wir haben uns nicht großartig austauschen können. Wir haben uns nur kurz gesehen. Sie hat vor uns geprobt.

Ihr probt vor so einem Auftritt? Im Ernst?
Klar, das müssen wir doch schon wegen der ganzen Technik. Das ist schon eine hochprofessionelle Angelegenheit. Wir müssen mittags im Stadion sein. Also für uns ist da nichts mit Party am Breitscheidplatz.

Vergleichen Sie doch bitte mal die Auftritte 2006 und 2017.
2006 war viel Freestyle, wie wir sagen. Viel Improvisation. Da sind zwischen uns noch Fotografen herumgesprungen. Voriges Jahr war alles viel besser organisiert. Wir waren Teil eines Programms, das ganze Stadion war voll. Und wir singen vor dieser geilen Fankurve. Das ist etwas sehr Besonderes. Ich bin vor so einem Auftritt auch etwas nervös.

Bitte? Ihr habt gerade in Lateinamerika gespielt. Vor 60 000 Menschen bei einem Festival in Mexiko-City, vor unwesentlich weniger in Guatemala und Kolumbien. Da sind Sie bei einem solchen Heimspiel nervös?
Natürlich. Das ist das Pokalfinale. Die Fankurve. Und ein Lied, das alle mitsingen können.

Dann hilft wohl nur Alkohol. Tankard ist ja berühmt für Lieder wie „Stay Thirsty“, „Freibier“ und „Ich brauch’ meinen Suff“.
Ja, ja, aber vor so einem Auftritt kann ich nichts trinken. Höchstens zwei Bier. Oder drei.

Reden wir über „Schwarz-Weiß wie Schnee“. Wie finden Sie eigentlich den Text?
Da ich ihn geschrieben habe, finde ich ihn überraschenderweise gut.

Ich meinte eher den Refrain, den Tankard zwar vertont hat, der aber ja auch vorher in der Fankurve gesungen wurde. „Schwarz-weiß wie Schnee“ ... Wenn ich das meinen Kindern vorsinge, sagen die, dass Schnee eher nicht schwarz-weiß sei.
Na ja, das ist ja die alte Frage. Manche sagen, es habe ursprünglich „Schwarz-weiß wie schee“ geheißen. „Schee“, also schön auf Hessisch.

Oder es hieß mal „Schwarz – und weiß wie Schnee“. Der Schnee bezog sich also nur auf die Farbe weiß.
Komm, die Fans singen „Schwarz-weiß wie Schnee“, lassen wir es dabei.

Jürgen Grabowski kommt in dem Lied auch vor. Habt Ihr Kontakt zu ihm?
Wir haben ihm nach einer neuen Veröffentlichung des Liedes 2006 eine CD geschickt. Nach ein paar Wochen hat er sich in einem fünfseitigen Brief bedankt. Das bedeutet uns viel. Wir waren auch zu seinem 70. Geburtstag eingeladen. Da waren wir aber nur als Gäste. Wir haben da nicht gespielt.

Reden wir über das Spiel. Von wo aus werdet Ihr die Partie verfolgen?
Wir sind in der Eintracht--Kurve, wo sonst? Müssen wir auch über die Begleitumstände zum Spiel reden?

Welche meinen Sie?
Welche ich meine? Niko Kovac geht. Der Trainerwechsel wird zu einem unmöglichen Zeitpunkt öffentlich. Danach geht gar nichts mehr. Wir verspielen den Europacup-Platz. Marius Wolf geht. Vielleicht gehen noch andere Spieler. Das meine ich.

Nee, müssen wir nicht drüber reden. Sagen Sie uns lieber, wer gewinnt?
Auf den Rängen werden wir die Bayern ganz klar in die Schranken weisen. Ganz klar.

Und auf dem Platz?
14:13 für uns. Nach Elfmeterschießen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Pokalfinale

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