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Eintracht Frankfurt Eintracht gewinnt Champions League

Die Fußballer von Eintracht Frankfurt haben die Champions League gewonnen. Allerdings nicht auf dem grünen Rasen, sondern am grünen Tisch.

Eintracht Frankfurt
Die Größten im europäischen Tischkicker: das Team um Chris Marks, direkt hinter dem Pokal. Foto: privat

Die Fußballabteilung von Eintracht Frankfurt hat die Champions League gewonnen. Was auf dem grünen Rasen ein kühner, ferner Traum ist, gelang jetzt schon mal am grünen Tisch: den Tischkickern der Eintracht. Am vergangenen Wochenende holte die Mannschaft um den mehrmaligen Weltmeister Chris Marks in Belgrad den riesigen Pokal. Im Finale besiegte die Eintracht den amtierenden Champions-League-Sieger aus dem französischen Evry mit 40:33. „Das macht uns alle superglücklich“, sagt Pia Merbach, die Abteilungsleiterin der Eintracht-Tischkicker.

Der Weg in den siebten Himmel der Tischkicker ist für die Eintracht eine Erfolgsgeschichte im Schnelldurchlauf. Erst Anfang 2016 war Merbach mit der Idee einer eigenen Tischkicker-Abteilung an die Verantwortlichen der Sparte Fußball bei der Eintracht herangetreten. Ihr Konzept sah vor, bei Frauen, Männern und Senioren Bundesliga-Mannschaften an den Start zu bringen, ein eigenes Vereinsheim zu bekommen und bald 40 Mitglieder zu haben. All das haben die Tischkicker schon geschafft und noch mehr. „Wir haben derzeit 60 Mitglieder“, so Merbach. Trainiert wird jeden Dienstag und Donnerstag ab 18.30 Uhr beim Rebstock-Bowling, Am Römerhof 13.

Als Chris Marks von der neuen Abteilung bei der Eintracht Wind bekam, witterte er eine Chance. Bis dato hatte der gebürtige Hanauer bei Hannover 96 gespielt, dem Maß aller Dinge im deutschen Tischkicker. Marks, der bereits seit 25 Jahren am Tischkicker steht, ließ seine Kontakte spielen und stellte eine schlagkräftige Truppe für die Bundesliga zusammen. So ist nicht nur die Profi-Mannschaft der Eintracht eine Multikulti-Truppe, sondern auch die Tischkicker-Mannschaft. Das achtköpfige Team um Coach Jan Nicolin reiste zur Champions-League-Endrunde nach Belgrad aus Tampa (Florida), Wigan (England), Prag, Zürich, Frankfurt, Darmstadt, Nidderau und Wiesbaden an.

Qualifiziert hatte sich die Mannschaft für die Endrunde mit einem zweiten Platz in der Bundesliga. In der nationalen Meisterschaft waren die Adlerträger in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Elfmeterschießen an Hannover 96 gescheitert. „Zum Glück gibt es in der Champions-League kein Elfmeterschießen“, sagt Marks. Die Vorrunde überstand die Eintracht souverän mit einer Tordifferenz von Plus 52. Nur Evry les Coyotes war mit plus 53 besser. In der K.-o.-Runde wurden Mannschaften aus Kroatien, Slowenien und Frankreich besiegt, bevor es dann zum großen Finale gegen Evry kam, das den Pokal zuvor zwei Mal in Folge gewonnen hatte. Die Eintracht zeigte sich nervenstark und gewann den 125 Zentimeter hohen Pokal. „Der Pokal hat im Flieger zurück sogar einen eigenen Sitzplatz gehabt, nur der Stanley-Cup ist größer“, freut sich Marks. Doch vor dem Rückflug war erst mal eine große Feier in Belgrad angesagt. Ein ehemaliger Eintrachtler half bei der Organisation. Marko Marin, derzeit bei Roter Stern Belgrad aktiv, ließ die Pokalsieger im besten Club der Stadt auf die Gästeliste setzen.

Der Pokal soll künftig sein Zuhause am Römerhof finden. Dort sind übrigens auch neue Mitglieder jederzeit willkommen. Damit die Erfolgsgeschichte der Eintracht-Tischkicker weitergeht.

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