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Edit 2010 Die Stunde der Unsichtbaren

Beim Filmmaker's Festival in Frankfurt kommen all jene zusammen, die man sonst nie auf der Leinwand erblickt – ohne die es aber keine Filme gäbe. Die "Macher", die im Zwischenraum von Technik und Kunst schaffen, geben sich - ganz oscarmäßig - ein großes Stelldichein.

Der "Edward" wartet auf seine Edit-Gewinner. Foto: FR/Schick

Beim Filmmaker's Festival in Frankfurt kommen all jene zusammen, die man sonst nie auf der Leinwand erblickt – ohne die es aber keine Filme gäbe. Die "Macher", die im Zwischenraum von Technik und Kunst schaffen, geben sich - ganz oscarmäßig - ein großes Stelldichein.

Eigentlich fehlt nur der rote Teppich. Vor der Türe halten große Limousinen, Sekt fließt in Strömen, es gibt Häppchen mit Wachtelei, Damen tragen tiefe Dekolletés und es sind Oscar-Preisträger zugegen. Die Mischung stimmt am Sonntagabend zur feierlichen Eröffnungsgala des Filmmaker’s Festival Edit im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks.

Bereits zum 13. Mal locken die Festspiele internationale Filmemachergrößen nach Frankfurt. Bei der Edit treffen sich Animatoren, Regisseure, Kameramänner, Werbefilmer, Drehbuchautoren, Cutter und Produzenten: Die Macher, die nicht auf der Leinwand zu sehen sind, ohne die es aber keine Filme gäbe. Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst und Schirmherrin des Festivals, Eva Kühne-Hörmann, eröffnete am gestrigen Abend die 13. Ausgabe. Zur Eröffnung spielte das Emil Mangelsdorff Quartet.

Mit dem Festival konkurriere Frankfurt mit der Welt, sagte die Ministerin in ihrer Ansprache. Mit Erfolg. Inzwischen habe es sich als internationales Filmfestival einen Namen gemacht. Es diene Film- und Medienmachern aus aller Welt als Plattform und zudem der Standortförderung der Region. „Mittlerweile ist die digitale Produktion weltweit Standard für Film- und Medienmacher und die treffen sich heute auf dem Filmmaker’s Festival, um sich über neueste Innovationen, Trends und Möglichkeiten in der Branche zu informieren.“

Höhepunkt des Abends war die Preisverleihung. Kühne-Hörmann überreichte dem Komponisten und zweifachen Oscar-Preisträger James Horner „Festival Honors“, den Ehrenpreis der Edit. Die Jury ehrte ihn, da er mit fast 30 Millionen verkauften Platten hat Horner mit der Filmmusik zu „Titanic“ einen der erfolgreichsten Soundtracks der Filmgeschichte geschaffen habe.

„Festival Honors“ gingen zudem an die beiden Vertretern der Pixar Animation Studios, Ken Schretzmann und Paul Cichocki. Die Filmemacher, die mit den Animationsfilmen „Findet Nemo“, „Toy Story“ und „Wall-E“ Tausende begeisterten, wurde als herausragende Animatoren des digitalen Zeitalters geehrt. Regisseur Pierre Coffin nahm für den 3D-Streifen „Despicable Me/Ich – Einfach Unverbesserlich“ den Special Achievement Award aus den Händen von Stadtrat Markus Frank entgegen. Vor allem der ausgeprägte Humor und die vielschichtige Entwicklung der Charaktere gefiel den Juroren.

Die Ehrenauszeichnung des Europäischen Kameraverbands Imago ging an einen Deutschen – den preisgekrönten Kameramann Franz Rath. Gleich drei Auszeichnungen überreichte der Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Wolfgang Thaenert. Die ersten beiden Plätze des Nachwuchsfilmpreises Edward, der sich in diesem Jahr mit dem Thema Wasser beschäftigte, ging an Filmemacher aus Bulgarien. Auf dem dritten Platz landete die Darmstädterinnen Antonia Schmitt und Jessica Demirkaya mit ihrem Streifen „The ordinary Essence".

Mit der Eröffnungsgala beginnt das Filmfestival. In den kommenden Tagen kommen vor allem Filmliebhaber auf ihre Kosten. Das Best of Filmfestival präsentiert Gewinnerfilme internationaler Filmfestivals, die nicht oder noch nicht in den Kinos gelaufen sind.

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