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Eckenheimer Landstraße Erfolgreiche Probefahrt

Die Haltestelle Musterschule in der Eckenheimer Landstraße in Frankfurt soll ab kommenden Montag wieder in Betrieb genommen werden. Weiter im Norden dauern die Bauarbeiten noch an.

Hier wird noch gebaut, weiter unten sind die Arbeiten fast fertig. Ab nächsten Montag soll die U5 wieder bis zur Musterschule fahren. Foto: christoph boeckheler*

Nach den Arbeiten ist vor den Arbeiten. Kaum fährt die U5 wieder die gesamte Strecke von Preungesheim zum Hauptbahnhof, wird die Linie auch schon wieder unterbrochen. Zwischen 17. Oktober und 2. November lässt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) an der Kreuzung zwischen Eckenheimer Landstraße und Marbachweg eine neue Weiche einbauen. Wieder wird die U5 nicht fahren, diesmal im nördlichen Teil der Strecke. Wieder werden die Fahrgäste auf Ersatzbusse ausweichen müssen.

Dennoch: Bei der Verkehrsgesellschaft ist man einigermaßen glücklich darüber, dass es zumindest im unteren Bereich der „Eckenheimer“ gut aussieht. Dieser Tage gab es eine Probefahrt mit den neuen Wagen, für die die Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße behindertengerecht umgebaut werden. „Fazit: Die Fahrt war erfolgreich, der U-Bahnzug ist auf der Eckenheimer nirgendwo angeeckt“, teilt die VGF mit.

Und so wird die U5 am kommenden Montag, 10. Oktober, wieder bis zum Hauptbahnhof fahren. Doch die im März begonnenen Bauarbeiten sind damit noch nicht abgeschlossen, auch nicht im unteren Bereich der Eckenheimer Landstraße. Während die Haltestelle Musterschule bis Montag fertig sein soll, dauert es an der Glauburgstraße länger. Am 31. Oktober soll auch diese Station in Betrieb gehen. Vorher fahren die Züge durch. Die VGF verweist die Fahrgäste auf die Haltestellen Musterschule und Nationalbibliothek.

Spätestens im November, wenn auch die Weiche im oberen Teil der „Eckenheimer“ verlegt ist, soll die U5 endlich aus den Schlagzeilen heraus sein, hofft man bei der VGF. Zwar kommt es auch dann noch zu Abweichungen von der ursprünglichen Strecke. So werden die Haltestellen Eckenheimer Landstraße/Marbachweg und Neuer Jüdischer Friedhof vom kommenden Montag an nicht angefahren, weil sie für die neuen Waggons nicht tauglich sind. Doch die Beeinträchtigungen, die sich dadurch ergeben, seien keinesfalls vergleichbar mit den Problemen auf dem unteren Teil der Eckenheimer Landstraße, sagt VGF-Sprecher Bernd Conrads. Die Station Eckenheimer Landstraße/Marbachweg werde ersatzlos wegfallen, da sich die Haltestelle Marbachweg/Sozialzentrum um die Ecke befindet. Und der Halt am Neuen Jüdischen Friedhof werde von 2018 an neu gebaut.

Zwischendurch war der Umbau der Haltestellen zum Politikum geworden. Ohnehin hatten viele Fahrgäste, Anwohner und Geschäftsleute die mehr als sechs Monate dauernde Sperrung der Eckenheimer Landstraße als Zumutung empfunden. Dass die Arbeiten auch noch sechs Wochen länger dauerten als geplant, brachte die VGF in die Kritik. Der Geschäftsführer der Gesellschaft, Michael Budig, betonte hingegen: „Wir sind nicht Täter, sondern Opfer.“ Grund für die Verzögerung seien Leitungen gewesen, die in den Straßenplänen nicht verzeichnet gewesen waren. Die Zahl dieser Fehler habe die VGF unterschätzt, räumte Budig ein.

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