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Drogen Streit um Cannabis

Der SPD-Vorschlag für einen Modellversuch zur Cannabis-Vergabe hat offenbar das Zeug, die schwarz-grüne Römer-Koalition zu spalten. Die CDU will den Modellversuch nicht mittragen.

01.02.2015 17:08
Hanf-Pflanzen (Cannabis). Foto: dpa

Am Donnerstagabend lieferte sich Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) in der Stadtverordnetenversammlung einen öffentlichen Schlagabtausch mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion, Verena David, an dessen Ende der Antrag zurückgestellt wurde.

Die CDU-Frau begründet die ablehnende Haltung ihrer Fraktion mit dem Jugendschutz: „Wir glauben, dass Jugendliche durch die Cannabis-Freigabe zum Kiffen animiert werden“, sagt David. Deshalb sei ein Modellversuch mit der CDU nicht machbar, wenngleich man über die medizinische Nutzung diskutieren müsse. Heilig vertritt dagegen vehement den Standpunkt, dass Prävention nur dann wirksam sei, wenn die Konsumenten aus der Kriminalität herauskämen. Zugleich verwahrt sich Heilig gegen den Vorwurf der CDU, dass die von ihr initiierte Fachtagung vergangenen November keinesfalls ergebnisoffen gewesen sei: „Das ist unhaltbar.“ David sagt, dass sie sich mehr Kritiker unter den Teilnehmern gewünscht hätte.

Beide sprechen sich nun für eine neuerliche Fachtagung in der zweiten Jahreshälfte aus. Auf dieser soll es vor allem um den Jugendschutz gehen. Denn: „Es gibt immer mehr jugendliche Konsumenten“, sagt Heilig. (mija)

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