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Down-Sportlerfestival Eine ganze Halle voll Glück

So viele glückliche Gesichter hat die Leichtathletik-Halle in Frankfurt-Kalbach noch nie gesehen: Das 12. Down-Sportlerfestival begeistert Teilnehmer und Zuschauer.

19.05.2014 09:52
Der Einzug der Kinder ist bunt und stimmungsvoll. Foto: Rolf Oeser

Der Einlauf der 566 Sportler mit Down-Syndrom am Samstag gerät zum Triumph-Marsch. Die Kinder und Jugendlichen halten Luftballons in der einen Hand, während sie mit der anderen fröhlich ins Publikum winken. „An Tagen wie diesen“, dröhnt aus den Lautsprechern. Stimmungsvoller kann der Auftakt zu einer Sportveranstaltung kaum sein. Tage wie diese gibt es nun zum zwölften Mal in Frankfurt. Nach Angaben der ausrichtenden Hexal-Initiative „Für eine bessere Zukunft“ ist es die weltweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit Down-Syndrom. Und jedes Jahr wird sie größer. Angefangen hat es 2003 mit etwa 70 Teilnehmern und einer gewissen Befangenheit bei Zuschauern und Medien. Dieses Jahr berichten ein halbes Dutzend überregionale Tageszeitungen über die Veranstaltung. Prominente Paten wie Bobby Brederlow, Bambi-Preisträger mit Down-Syndrom sowie der Model-Agent Peyman Amin, helfen, die Veranstaltung publik zu machen. Amin, der lange Juror bei „Germany’s next Topmodel“ war und einen Bruder mit Down-Syndrom hat, beschreibt seine Gefühlslage: „In meinem Beruf sind viele Dinge tendenziell oberflächlich. Aber wenn man hier das Glück der Menschen in ihren Augen sieht, dann geht einem das Herz auf.“

Das glückselige Lächeln weicht einigen Teilnehmern nicht mal beim Anlauf zum Weitsprung aus dem Gesicht. Da sind die Ergebnisse am Ende völlig unerheblich. Zumindest für die Meisten. Denn Paul Pitton ärgert sich gerade ein bisschen, auch wenn er es nicht zeigen will. Der Elfjährige tritt mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Max bei der Geschwisterolympiade an, die in diesem Jahr erstmals ausgetragen wird.

Programm für Geschwister

Die Idee dazu kam den Veranstaltern, weil die Sportler mit Down-Syndrom zumeist im Familienverbund anreisen und die Kinder ohne Behinderung dann nicht so richtig beschäftigt werden konnten. 100 Geschwisterpaare absolvieren nun gemeinsam einen Parcours aus Büchsenwerfen, Torwandschießen, Basketball-Freiwürfen und Staffellauf. Die Nachfrage war riesig, bei entsprechender Kapazität hätte auch die doppelte Anzahl an Geschwisterpaaren teilgenommen.

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