24. Februar 20174°C Frankfurt a. M.
Lade Inhalte...

Fall Wevelsiep Polizist gibt nicht auf

Der Gerichtsprozess im Fall Wevelsiep wird neu aufgerollt. Der Verteidiger des verurteilten Polizisten hat Berufung eingelegt.

12.11.2014 16:54
Derege Wevelsiep (rechts) und sein Anwalt Johannes Hallenberger während des ersten Prozesstages. Foto: Andreas Arnold

Der Gerichtsprozess im Fall Wevelsiep wird neu aufgerollt. Wie der zuständige Richter am Amtsgericht, Peter Alexander Pulch, am Mittwoch der Frankfurter Rundschau sagte, habe der Verteidiger des verurteilten Polizisten Berufung eingelegt. Pulch hatte den 33-jährigen Oberkommissar Matthew S. am vergangenen Donnerstag wegen Körperverletzung im Amt und Beleidigung zu einer Geldstrafe von insgesamt 8400 Euro verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass S. den Deutsch-Äthiopier Derege Wevelsiep im Oktober 2012 mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte.

Neue Beweisaufnahme

Wie Pulch der FR sagte, habe er noch rund vier Wochen Zeit, die schriftliche Begründung seines Urteils einzureichen. Das Berufungsverfahren werde dann ans zuständige Frankfurter Landgericht gehen, wo der Prozess mit einer neuen Beweisaufnahme wiederholt werde.

Das Urteil in dem Fall hatte in der Vergangenheit ein geteiltes Echo ausgelöst, weil der Angeklagte und drei seiner Kollegen jede Gewalt gegen Wevelsiep geleugnet hatten. Richter Pulch hatte sich bei seinem Urteil vor allem auf die Aussage von Wevelsiep gestützt. (han)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Kontakt
  • Wir über uns
  • Impressum