Lade Inhalte...

Kommunalwahl Frankfurt Briefwahl in Frankfurt

Knapp 507.000 Frankfurter sind bei der Kommunalwahl am 6. März aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Per Briefwahl kann man schon jetzt abstimmen.

Herausforderung: Eine junge Wählerin grübelt über einem Muster für den Stimmzettel zur Kommunalwahl. Foto: peter-juelich.com

Jahrelang war Jan Schneider (CDU) Wahlvorstand, deshalb weiß der Dezernent, der unter anderem für die Organisation von Abstimmungen zuständig ist, welche Fragen in den kommenden Wochen aufkommen werden.

Etwa: Ich habe meine Wahlbenachrichtigung verloren, kann ich trotzdem wählen? (Antwort: Ja, mit Personalausweis.)
Oder: Ich weiß nicht, wo sich mein Wahllokal befindet, was soll ich tun? (Antwort: Schauen Sie auf der Wahlbenachrichtigungskarte nach; wenn Sie die nicht mehr haben, gehen Sie auf die Internetseite der Stadt Frankfurt oder rufen Sie beim Wahlamt an.)

Seit Montag lässt es sich nicht mehr ignorieren: Die Kommunalwahl steht bevor. Zum einen hängen überall in der Stadt die Wahlplakate. Und zum anderen ist es seit dem gestrigen Montag möglich, per Briefwahl abzustimmen.

Knapp 507.000 Frankfurterinnen und Frankfurter sind bei der Wahl am 6. März aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. So viele wie noch nie in der Geschichte der Stadt. Alleine deshalb sucht die Stadt noch händeringend Wahlhelfer. 4000 Menschen sollen an jenem Sonntag die Unterlagen ausgeben und am Abend die Stimmen auszählen. Das Problem: Bislang stellten vorwiegend die städtischen Ämter ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Derzeit sind aber viele städtische Mitarbeiter bereits mit der Flüchtlingshilfe beschäftigt.

Etwa ein Fünftel aller Wähler gab bei der Abstimmung 2011 die Stimme per Briefwahl ab. Dieses Mal dürfte die Quote noch höher sein, glauben die Experten vom Wahlamt. Der Trend gehe immer mehr zur Stimmabgabe am heimischen Küchentisch.

Zumal es gute Gründe gibt, sich bei der Kommunalwahl etwas Zeit zu nehmen. Wählbar sind nicht nur 20 Parteien und Bündnisse, sondern auch jeder Einzelne der 965 Kandidaten. Wie das Kumulieren und Panaschieren geht, stellt die Stadt in einem kurzen Video vor, das Dezernent Schneider am Montag präsentierte.

Stimmzettel wie ein Buch aufklappen

Da jeder Kandidat einzeln aufgeführt ist, ist der Stimmzettel wieder einmal extrem groß. 1,50 Meter misst das Papier in der Breite. Allerdings hat sich das Wahlamt eine neue Faltung einfallen lassen. „Man kann den Zettel jetzt aufklappen wie ein Buch“, sagte Schneider. Bei den vergangenen drei Kommunalwahlen, bei denen kumuliert und panaschiert wurde, hatten sich Bürger beschwert, dass die Wahlkabinen zu klein seien, um den Zettel komplett auszubreiten.

Bis das Wahlergebnis auch nur vorläufig feststeht, dürfte es bis zum Donnerstag nach der Abstimmung dauern. Am Sonntagabend werden nur die Zettel gezählt, auf denen lediglich eine Liste angekreuzt ist. Voten für Einzelkandidaten würden in den folgenden drei Tagen erfasst, so dass sich der am Sonntag veröffentlichte Trend durchaus ändern könne, sagte Schneider: „Vielleicht sollten die Parteien nicht schon am Montag mit Koalitionsverhandlungen beginnen.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum