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Blockupy Frankfurt Finde Peter Feldmann

Haben Sie Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Blockupy-Kundgebung am Samstag gesehen? Wir nicht, und wir wissen auch, wieso.

"Zu Besuch unser Oberbürgermeister Peter Feldmann. Er lobte den unermüdlichen freiwilligen Einsatz und die gute Jugendarbeit im Verein." Foto: facebook/screenshot

Haben Sie Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Blockupy-Kundgebung am Samstag gesehen? Wir nicht, und wir wissen auch, wieso.

Auf dem Foto, das er jetzt wohl gerne löschen würde, sieht Frankfurts Bürgermeister Peter Feldmann (SPD) so aus, als genieße er seinen Samstag. Entspannt steht er da, angedeutetes Lächeln, Glas in der Hand.

Es ist ein Termin wie so viele. „Zu Besuch unser Oberbürgermeister Peter Feldmann. Er lobte den unermüdlichen freiwilligen Einsatz und die gute Jugendarbeit im Verein“, schreibt die Frau, die das Bild auf Facebookveröffentlicht hat.

In anderen Zeiten könnte man es als vorbildlich werten, wie Feldmann sich in unermüdlichem freiwilligem Einsatz unters Volk mischt. Es ist allerdings nicht irgendein Samstag, es ist der 1.Juni, und es brennt ganz woanders: In Frankfurt demonstrieren Tausende seit den frühen Morgenstunden gegen die europäische Krisenpolitik.

"Immer schön da, wo's nicht brennt"

Darf sich an so einem Tag der Bürgermeister einer Weltstadt zu einem Bier-und-Bratwurst-Termin verdrücken?

Auf Facebook muss Feldmann viel einstecken. „Peter – wir kennen uns ja… Du machst da allen ernstes den Grüßaugust, während die Stadt, deren politisches Oberhaupt Du bist, von … gewalttätigen Horden und ihrem Befehlshaber aus Wiesbaden heimgesucht wird?“, schreibt der Nutzer Oliver Göbel. „So stelle ich mir einen OB vor - immer schön da, wo's nicht brennt“, spottet eine andere Nutzerin.

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Feldmann im Laufe von Blockupy kritisiert wird. Vor wenigen Tagen sorgte ein @feldmann_peter  für Diskussionen, weil er twitterte, dass bei den Blockupy-Protesttagen auch von der Polizei keine Gewalt ausgehen dürfe.

Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU kritisierte ihn daraufhin, weil er der hessischen Polizei „Gewaltbereitschaft“ unterstelle.  Am vergangenen Samstag stellte sich dann heraus, dass die Gewaltbereitschaft nicht unterstellt war, sondern real (wir berichteten). Und noch etwas:  Hinter dem Twitter-Konto steckte überhaupt nicht Feldmann, das Profil war gefälscht und wurde inzwischen von Twitter verbannt.

Vielleicht hätte der echte Feldmann den falschen weiterschreiben lassen sollen. Der falsche Feldmann hatte etwas zu sagen, immerhin.

Korrektur: In einer ersten Version des Textes war die Rede davon, dass der parlamentarische Geschäftsführer der SPD den OB kritisiert habe. Gemeint war natürlich der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Holger Bellino. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

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