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Blockupy-Demonstration Sanitäter machen Polizei Vorwürfe

Sanitäter werfen der Polizei vor, während der Blockupy-Demonstration in Frankfurt 275 Personen durch Pfefferspray, Schläge oder Tritte verletzt zu haben. Unter den Verletzten seien sogar Kinder und Alte gewesen. Außerdem hätten Polizisten die Arbeit der Sanitäter behindert.

05.06.2013 12:21
Polizisten ziehen einen Demonstranten unsanft aus dem Kessel. Foto: Sascha Rheker

Die bei der Blockupy-Demonstration am Samstag eingesetzten DemosanitäterInnen erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Sie hätten nach den Attacken der Beamten mindestens 275 Verletzte versorgen müssen darunter auch Kinder und Alte. Die Verletzungen seien durch Pfefferspray, Schläge und Tritte, Schlagstockeinsatz und Hebelgriffe entstanden. Zudem sei der Platz, auf dem die Verwundeten versorgt worden seien, später von Polizisten überrannt worden und die Sanitäter hätten Platzverweise bekommen.

Wir haben mehrmals innerhalb von 15 Minuten etliche, anfangs über 70 Verletzte behandeln müssen. Einige davon mussten dringend ins Krankenhaus, was nicht immer in den vorgesehenen Hilfsfristen klappte, manchmal mussten wir über 30 Minuten warten, bis ein Rettungswagen kam und dann die Verletzten noch zu Fuß durch die Polizeiabsperrung transportieren, da diese nicht für den Rettungsdienst geöffnet wurde, sagt Martin Campesino, Demosanitäter aus Marburg. Seine Kollegin Juliane Friedrichs ist der Überzeugung, dass auf Befehl des hessischen Innenministeriums hin eine rechtsfreie Zone geschaffen worden sei, zumindest hätten ihr das die Beamten vor Ort so erklärt.

Polizei beklagt eigene Verletzte

In einer ersten Pressemitteilung hatte die Polizei mitgeteilt, dass sie lediglich von einem Demonstranten wisse, der verletzt worden sei es aber eine Menge Verletzter unter den Polizisten gebe. Eben jene Pressemitteilung hatte auch am Montagabend im Sicherheits- und Rechtsausschuss im Römer für reichlich Wutabfuhr gesorgt. Den nämlich hatten viele Demonstranten aufgesucht und viele davon waren der festen Überzeugung, selbst verletzt worden zu sein. (skb)

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