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Deutsche Meisterschaften im Eislaufen in Frankfurt Voll im Plan für Olympia

Auf dem Weg zu höheren Zielen nutzt das Weltklasse-Paar Savchenko/Massot die Deutschen Meisterschaften im Eislaufen in Frankfurt als Training.

17.12.2017 20:11
Eiskunstlauf
Das neue Deutsche Meisterpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot in Aktion. Foto: Fabian Sommer (dpa)

Zum Ende ihrer atemberaubenden Kür peitschte Bruno Massot das Frankfurter Publikum auf, mit der anderen Hand trug er Aljona Savchenko lässig über dem Kopf und lächelte. Den zweiten gemeinsamen Meistertitel im Paarlauf holten die WM-Zweiten im Vorbeigleiten - was sie mitnahmen, war eine gehörige Portion Wärme und Unterstützung ihrer deutschen Fans auf dem kraftraubenden Weg zum möglichen Olympia-Gold. „Ich fand das sehr honorig, dass sie uns die Referenz erwiesen haben. Das ist nicht ihre Bühne. Das war profihaft“, sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union.

Für viereinhalb Minuten werteten die zweimaligen EM-Zweiten die kleine Meisterschaft am Main mit ihrer Ausnahme-Kür „La terre vue du ciel“ (Die Erde vom Himmel gesehen) auf. Die Perfektionisten erlaubten sich nur einen Mini-Fehler - obwohl sie hundemüde nach dem gewonnenen Grand-Prix-Finale aus Japan angereist waren. „Die Woche war sehr schwer. Wir haben gekämpft. Wir wussten nicht, ob es Tag oder Nacht ist“, sagte die vom Jetlag geplagte Savchenko. „Ich denke, wir haben einen guten Job gemacht. Es war ein gutes Training für uns“, ergänzte Massot.

Die 33-Jährige gibt meist den Takt in der Verbindung mit dem fünf Jahre jüngeren Partner an - mehr und mehr arbeitet sich der Deutsch-Franzose an die Klasse der fünfmaligen Weltmeisterin heran. Am 15. Februar wollten die Wahl-Oberstdorfer die olympische Goldmedaille überreicht bekommen, im Januar kommt noch der Testlauf bei der Europameisterschaft in Moskau. Begleitet werden sie von den Berlinern Annika Hocke und Ruben Blommaert, die die DEU auch dem Deutschen Olympischen Sportbund zur Nominierung vorschlagen wird.

Den einzigen Herren-Startplatz bei den Winterspielen in Südkorea erkämpfte sich Paul Fentz im Duell mit seinem Berliner Kumpel Peter Liebers. „Wir haben beide gewusst, wer die bessere Tagesform hat, schafft es“, sagte der 25-Jährige nach seinem ersten Titel. „Ich habe großen Respekt vor Peter, er hat international einen Namen und war sechsmal Meister.“

Zum Filmtitel der siebten Staffel von „Game of Thrones“ lief Fentz das hochwertigere Programm. „Ich habe mir gesagt, ich möchte zu den zwei Prozent der Weltbevölkerung gehören, die bei Olympia dabei sind“, erklärte der Bundeswehrsoldat.

Der vier Jahre ältere Liebers hatte die Chance auf seine zweiten Spiele nach Platz acht in Sotschi im Kurzprogramm vertan. Mit der soliden Kür konnte er den Abstand nicht aufholen - zumal er nach einer Hüftoperation keinen Vierfach-Sprung riskiert. „Paul hat sich das verdient, und ich freue mich jetzt auf meinen letzten Wettbewerb bei der EM“, meinte Liebers, der die Karriere beendet und seinem von vielen Verletzungen geschundenen Körper Ruhe gönnen will.

Zum Olympia-Team der acht Eiskunstläufer gehört die dreimalige Meisterin Nicole Schott. Die 21-Jährige aus Essen wird zuvor zum europäischen Championat von der 17 Jahre alten Lea Johanna Dastich aus Dresden begleitet. Die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis komplettieren den Reisetross zu den Saison-Höhepunkten. (dpa)

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