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Deutsche Bahn Neue Mainbrücke für Frankfurt

Ab 2016 will die Deutsche Bahn mit dem Ausbau am Knoten Sportfeld beginnen. Zwei zusätzliche Gleise sollen von dort in die Stadt führen. Außerdem erhält Frankfurt eine neue Brücke für den Schienenverkehr. Die Stadt überlegt nun, auf der neue Brücke auch Rad- und Fußwege anzulegen.

Zwei Brücken gibt’s am Niederräder Klärwerk schon, die dritte will die Bahn bald bauen. Foto: Andreas Arnold

Zwei zusätzliche Gleise ab dem Knoten Sportfeld und eine neue Mainbrücke sollen helfen, einen Engpass im Bahnverkehr zu beseitigen. Die Deutsche Bahn treibt jetzt eines der wichtigsten Eisenbahnprojekte im Rhein-Main-Gebiet voran. Ab Dezember 2016 will der Konzern mit dem Ausbau am Knoten Sportfeld beginnen. Außerdem erhält Frankfurt in Höhe des Niederräder Mainufers eine neue, die so genannte dritte Mainbrücke. Die zweigleisige Mainüberquerung soll vor dem Niederräder Klärwerk errichtet werden.

Die DB investiert in den dann vom Sportfeld bis zum Abzweig Gutleuthof durchgängig sechsspurigen Gleis- und Brückenbau nach Angaben eines Sprechers 240 Millionen Euro. Das Gros der Kosten trägt der Bund. Insgesamt werden entlang der vier Kilometer langen Strecke acht Eisenbahnüberführungen und Kreuzungen erweitert oder neu gebaut.

Die Stadt Frankfurt will „den Durchstich an der Eisenbahnüberführung Goldsteinstraße erweitern, damit, die für Radfahrer und Fußgänger miserable Situation endlich beendet wird“, wie Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) der FR sagte. Der Stadtrat überlegt auch, ob es Sinn macht, auf der eigentlich nur für den Schienenverkehr vorgesehenen neuen Brücke auch Rad- und Fußwege anzulegen. Die Kosten dieser Erweiterung müsste die Stadt tragen.

Für den grünen Politiker ist der Ausbau des Knotens Teil der Strategie, mehr Verkehr aus der Luft auf die Schiene zu bringen. Über das derzeitige Nadelöhr, Teil der wichtigen Schnellstrecke Frankfurt–Mannheim, führen einige der bedeutendsten Fernverbindungen Deutschlands und Europas. Unter anderem verkehrt hier auch der ICE nach Paris. Insbesondere in Niederrad sei die Bahn verpflichtet für einen effektiven Lärmschutz für die Anwohner zu sorgen, sagte Majer. Die Bahn will die Bürger am 2. Mai über das komplexe Projekt informieren.

In einer ersten Ausbaustufe war der Knoten Sportfeld, der Haltestelle für das Frankfurter Stadion ist, bereits vor der Fußball-WM 2006 für 78 Millionen Euro aufgemöbelt worden. Mit der zweiten Stufe, so heißt es in einer Pressemitteilung der DB Projektbau soll der Eisenbahnknoten jetzt umgebaut werden, um die zu erwartenden Verkehrszuwächse und Kapazitätsengpässe zu bewältigen.

Die durch den Streckenneubau verursachten Eingriffe in Natur und Landschaft werden nach Angaben der DB vollständig ausgeglichen. 2023 soll das Projekt fertig sein.

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