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Demonstration in Frankfurt Solidarität mit Israel

Mehrere Hundert Menschen demonstrieren auf dem Frankfurter Opernplatz gegen Antisemitismus und Israelhass. Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot vor Ort und kontrolliert am Rande der Veranstaltung mehrfach kleinere Gruppen von propalästinensischen Gegendemonstranten.

Opernplatz in Frankfurt am 17. Juli 2014: Demonstration der Solidarität mit Israel. Foto: peter-juelich.com

Mehrere Hundert Menschen haben am Donnerstag auf dem Frankfurter Opernplatz ihre Solidarität mit Israel bekundet und sich gegen Israelfeindschaft und Antisemitismus ausgesprochen. „Wir werden immer an Israels Seite stehen, keine Macht der Welt wird uns je davon abhalten“, sagte Dieter Graumann, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, in seiner Rede. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) äußerte Sorge um die Sicherheit von Frankfurts Partnerschaftsstadt Tel Aviv und kritisierte, dass am vergangenen Wochenende auf einer Demonstration gegen die Bombardierung des Gaza-Streifens israelfeindliche Parolen gerufen worden waren – auch durch einen Polizei-Lautsprecher. Bei solchen Vorfällen sowie Schmierereien an Synagogen sei wichtig, „dass hier deutlich Nein gesagt wird“, so Feldmann. „Das Existenzrecht Israels darf niemals mehr zur Disposition gestellt werden.“

Neben Graumann und Feldmann sprachen auch Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU), Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) und der Frankfurter Rabbiner Julien Chaim Soussan zu den Teilnehmern. Sie betonten das gemeinsame Ziel eines Endes der Gewalt im Nahen Osten und eines friedlichen Zusammenlebens von Israelis und Palästinensern. Auch Nancy Faeser, Generalsekretärin der hessischen SPD, und Florian Rentsch, der Fraktionsvorsitzende der FDP im hessischen Landtag, waren aus Wiesbaden angereist.

Neben Mitgliedern der jüdischen Gemeinde und einigen Israelis waren auch viele Studierende und Anhänger der Frankfurter linken Szene auf den Opernplatz gekommen. Die Menge schwenkte Israel-Fahnen, auf Schildern waren Slogans wie „Israel muss sich verteidigen“ oder „Befreit Gaza von der Hamas“ zu lesen.

Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, kontrollierte am Rande der Veranstaltung mehrfach kleinere Gruppen von propalästinensischen Gegendemonstranten. Ein Sprecher der Polizei sagte, es seien mehr als 50 Protestierer gekommen, man habe einige Platzverweise ausgesprochen. Zu einer Störung der Kundgebung kam es nicht.

Bereits am Vormittag debattierte der Landtag über die Ereignisse bei der Pro-Gaza-Demonstration am vergangenen Wochenende. Die Abgeordneten zollten Innenminister Peter Beuth (CDU) Respekt dafür, dass er sich für das Vorgehen der Polizei entschuldigt hatte. Vor den Landtag malten Unbekannte mit Kreide die Parole „Kindermörder Israel“.

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