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Christopher Street Day CSD in Frankfurt: Das müssen Sie wissen

Ab Freitag wird in Frankfurt wieder der Christopher Street Day gefeiert. Höhepunkt ist die Parade am Samstag. Hier finden Sie alles, was Sie zu dem Mega-Event wissen müssen.

Christopher Street-Day 2017
Im vergangenen Jahr stand der CSD in Frankfurt unter dem Motto „Bunte Vielfalt statt braune Einfalt". Foto: Michael Schick

Drei Tage lang feiern Schwule, Lesben, Transsexuelle, Bisexuelle und Intersexuelle in Frankfurt an diesem Wochenende, Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22.Juli, wieder den Christopher-Street-Day. Höhepunkt ist die Demonstration am Samstag, 21. Juli, durch die Innenstadt. Der CSD steht in diesem Jahr unter dem Motto „Meine Identität ist nicht verhandelbar. Die Organisatoren erwarten mehr als 150.000 Besucherinnen und Besucher zu dem Mega-Event. Die FR gibt einen Überblick über Programm und Parade.

CSD in Frankfurt: Dann wird gefeiert

Der Christopher Street Day wird in Frankfurt von Freitag, 20. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, gefeiert. Er beginnt am Freitag mit der Eröffnung des Basars der Vielfalt um 15 Uhr. In der Großen Friedberger Straße präsentieren sich dort drei Tage lang nicht nur queere Vereine, Gruppen und Institutionen, sondern auch Parteien stellen ihre Programme vor.

Auf der Hauptbühne an der Konstablerwache und auf der Kulturbühne auf dem Basar der Vielfalt werden Musik, Kleinkunst und Polit-Talk geboten.

Am Samstag zieht die CSD-Parade von 12 bis etwa 14.15 Uhr durch die Innenstadt. Offiziell eröffnet wird der CSD am Samstag um 15 Uhr von Frankfurts OB Peter Feldmann, der auch Schirmherr der Veranstaltung ist, sowie von Vertretern des Landes Hessen.

Auf dem Festplatz an der Konstablerwache wird am Freitag von 15 bis 1 Uhr, am Samstag von 12 bis 1 Uhr, am Sonntag von 12 bis 22.30 Uhr gefeiert. Der Basar der Vielfalt in der Großen Friedberger Straße ist am Freitag von 15 bis 21 Uhr (Kulturbühne bis 22 Uhr), am Samstag von 12 bis 21 Uhr (Kulturbühne bis 22 Uhr) und am Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Zudem kann ohne Zeitlimit in vielen Bars und Diskotheken der Innenstadt bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.  Auf der Homepage des CSD Frankfurt kann ein Programmheft heruntergeladen werden.

CSD in Frankfurt: Die Parade

Der Höhepunkt des Frankfurter CSD ist die bunte Parade durch die Frankfurter Innenstadt am Samstag. Die Teilnehmer stellen sich in der Zeit von 9 bis 11.15 Uhr auf dem Römerberg auf. Der Demonstrationszug zieht dann ab 12 Uhr durch die Braubachstraße, Domstraße, Hassengasse, Töngesgasse, Bleidenstraße, Kornmarkt, Weißadlergasse, Am Salzhaus, Roßmarkt, Goetheplatz, Börsenstraße, Taubenstraße, Eschenheimer Turm, Bleichstraße, Konrad-Adenauer-Straße zur Konstablerwache. Die Parade endet gegen 14.15 Uhr. Eine Karte, die den Demonstrationsverlauf zeigt, findet sich auf der Homepage des CSD Frankfurt.

CSD in Frankfurt: Schweigeminute und Tombola

Seit 23 Jahren wird auf dem CSD in Frankfurt alljährlich denjenigen gedacht, die verstorben sind. Dazu verstummt am Samstag, 21. Juli, ab 18 Uhr für fünf Minuten das Treiben auf dem Basar der Vielfalt und auf dem Festplatz. Es werden zudem wieder schwarze Luftballone in den Himmel steigen. Ebenso ist es Tradition, dass auf dem CSD eine Tombola zu Gunsten der Aids-Hilfe Frankfurt gemacht wird. Ein Los kostet 1,50 Euro. Hauptgewinn ist in diesem Jahr ein Hin- und Rückflug für zwei Personen nach Amsterdam. Losverkäufer sind an allen drei Tagen auf dem Basar der Vielfalt und auf dem Festplatz unterwegs. Zusätzlich gibt es mehrere Losbüdchen.

CSD in Frankfurt: Das Motto des CSD

Der diesjährige Christopher-Street-Day steht unter dem Motto „Meine Identität ist nicht verhandelbar“. Dies sei, so teilt der CSD Frankfurt auf seiner Homepage mit, eine Antwort auf die „Attacken des rechtskonservativen Lagers, das nach wie vor bestimmen möchte, was normal ist und was nicht“. Dabei gehe es um die Definition von Familie ebenso wie die von Geschlechteridentität. Vor allem die Lage von Transsexuellen müsse weiter verbessert werden.

CSD in Frankfurt: Die Anreise

Keine S-Bahnen: Bei der Anfahrt ist zu beachten, dass wegen der Bauarbeiten im S-Bahntunnel keine S-Bahnen zum Veranstaltungsort fahren.

U-Bahnen: Ab Hauptbahnhof fahren die U-Bahnlinien U4, Richtung Seckbacher Landstraße, und U5, Richtung Preungesheim, zur Konstablerwache.

Straßenbahnen: Ab Hauptbahnhof: Linie 11, Richtung Fechenheim/Hugo-Junker-Straße, Haltestelle Börneplatz (Dominikanerkloster), dann drei Minuten zu Fuß. Ab Baseler Platz oder Münchner Straße: Linie 12, Richtung Fechenheim, Haltestelle Konstablerwache.

Mit dem Auto: Wer mit dem Auto anreist und rechtzeitig kommt, findet in folgenden Parkhäusern einen Stellplatz: Parkhaus Konstabler, Parkhaus Konrad-Adenauer-Straße, Parkhaus Am Gericht.

CSD in Frankfurt: Das ist der Ursprung

Der Christopher Street Day erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten in New York in der Christopher Street im Stadtteil Greenwich Village. Anlass war eine Polizei-Razzia in der Bar Stonewall Inn am 28. Juni 1969. Seitdem wird in New York an jedem letzten Samstag im Juni der Christopher Street Liberation Day begonnen. Daraus hat sich eine internationale Tradition entwickelt. Der CSD wird in Frankfurt in diesem Jahr zum 26. Mal gefeiert.

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