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Radfahren in Frankfurt Fachhochschule fördert das Radfahren

Die University of Applied Sciences im Frankfurter Nordend ist das fahrradfreundlichste Unternehmen Hessens. Aus diesem Grund erhält die Fachhochschule den Bike-and-Business-Preis.

Fachhochschule in Frankfurt
Vermutlich freuen sich auch Bäume über richtige Radfahrerparkplätze. Foto: Christoph Boeckheler

Der Preis für das fahrradfreundlichste Unternehmen in Hessen geht in diesem Jahr an die Fachhochschule Frankfurt (University of Applied Sciences, UAS). Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) überreichte den Bike-and-Business-Preis am Mittwoch.

Die UAS hat mehr als 14 000 Studierende und rund 1000 Mitarbeiter. Sie könnten ihre Fahrräder an 23 Anlagen auf dem Campus abstellen, die Platz für 437 Fahrräder böten. Vier von fünf Abstellanlagen seien mit Bügeln ausgestattet, einige Anlagen seien überdacht. Außerdem gebe es einen Container für Fahrradreparaturen, wo Hochschulangehörige ihre Räder selbst oder unter Anleitung reparieren könnten. 

Im nächsten Jahr will die Hochschule die Gebäude 2 und 7 abreißen und durch größere Neubauten ersetzen – ein Mehrzweck- und Seminargebäude und ein Lehr- und Laborgebäude. Dann würden weitere Bügel für Fahrräder aufgestellt. Außerdem habe die Hochschule ein Mobilitätskonzept erstellt, um den öffentlichen Nahverkehr sowie den Fuß- und Radverkehr zu stärken.

Verliehen wurde der Preis vom Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Hessen und dem Zweckverband Raum Kassel.
„Eine moderne Verkehrspolitik muss das Fahrrad als integralen Bestandteil der Alltagsmobilität begreifen“, sagte Al-Wazir. Das Land Hessen fördere den Radverkehr in Kommunen mit 13,5 Millionen Euro pro Jahr, an Landstraßen mit fünf Millionen Euro und an Bundesstraßen mit acht Millionen Euro pro Jahr. Außerdem werde eine Korridorstudie zu Raddirektwegen in Hessen erstellt.

Frankfurter Fachhochschule will CO2-neutral werden

Hochschul-Präsident Frank E. P. Dievernich sagte, die UAS wolle langfristig eine CO2-neutrale Hochschule werden. Dabei sei die Förderung des Radverkehrs elementar.

An der Hochschule würden „Experten ausgebildet, die die Verkehrsinfrastruktur für die kommenden Jahrzehnte bauen“, sagte Stefan Janke, der Vorsitzende des ADFC Hessen. Wenn sie im Studium erlebten, „was für ein zentrales Verkehrsmittel das Fahrrad für die Verkehrswende“ sei, werde das zu lebenswerteren Städten führen. Der Preis helfe dabei, fahrradfreundliche Bedingungen in Unternehmen zu schaffen und die Leistungsfähigkeit des Gesamtverkehrs zu erhalten, sagte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands.

In den Vorjahren ging der Bike-and-Business-Preis an die GIZ in Eschborn, die Bundesbank in Frankfurt, den Deutschen Wetterdienst in Offenbach, Solar MA Technologies in Kassel, den Industriepark Wolfgang in Hanau, DER Touristik in Frankfurt und die Messe Frankfurt.

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