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Goethe-Universität in Frankfurt Jobticket für Uni-Bedienstete

Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) stellt den Haushalt vor. Mehr Geld gibt es danach in Hessen für Nachwuchsforscher. Außerdem können die Unis Jobtickets gewähren.

Universität
Die Johann Wolfgang Goethe Universität. Foto: Christoph Boeckheler

Die Beschäftigten der Frankfurter Goethe-Universität und der Technischen Universität Darmstadt können vom nächsten Jahr an kostenlos mit Bussen und Bahnen fahren. Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) gab am Mittwoch bekannt, dass sie ein Jobticket erhalten werden.

Das Land hatte für seine Beamten und Angestellten bereits Jobtickets ausgehandelt. Diese Vereinbarung galt aber nicht für die Uni-Angestellten und -Professoren, da die beiden Hochschulen Tarifhoheit besitzen. Nun stellt das Land den Unis pro Jahr drei Millionen Euro zur Verfügung, um ihren Beschäftigten Jobtickets gewähren zu können.

Das ist eine der Neuerungen, die Rhein mit den zusätzlichen Mitteln im Doppelhaushalt für die Jahre 2018/19 finanzieren kann. Pro Jahre stehen ihm rund drei Milliarden Euro zur Verfügung, davon rund 2,75 Milliarden für Forschung und Wissenschaft sowie etwa 250 Millionen Euro für Kultur.

Freuen können sich junge Wissenschaftler, die auf sogenannten Tenure-Track-Professuren sitzen. Die Besoldung von 78 dieser Posten wird von W1 (Juniorprofessur) auf W2 (Professur) angehoben.

Land engagiert sich verstärkt in Forschung

Die Grundfinanzierung der Hochschulen durch das Land steigt im kommenden Jahr auf 1,67 Milliarden und im Jahr darauf auf 1,7 Milliarden Euro. Das entspricht den Verabredungen aus dem Hochschulpakt.

Zudem engagiert sich das Land verstärkt in Forschung außerhalb der Hochschulen. Rhein kündigte an, das Land zu einem „Hotspot für IT-Sicherheit“ machen zu wollen. Das „Center for Research in Security and Privacy“ in Darmstadt werde zu einem nationalen Zentrum für IT-Sicherheit ausgebaut. Der Landeszuschuss von zwei Millionen Euro jährlich sei nicht mehr bis 2018 befristet. Zudem werde das deutschlandweit einzige Fraunhofer-Institut für öffentliche Sicherheit in Hessen angesiedelt – dort soll zur Terrorismusbekämpfung im Luftverkehr geforscht werden. Das Land bemühe sich noch um ein Max-Planck-Institut für Cybersicherheitsforschung, erklärte Rhein.

Auch kleinere Forschungseinrichtungen können mit höheren Zuschüssen rechnen. Das Frankfurter Institut für Sozialforschung erhält von Land und Stadt ab 2018 eine um 88 000 Euro erhöhte Förderung. Daneben kann es weitere Projekte für 85 000 Euro (2018) und 45 000 Euro (2019) umsetzen.

Das ebenfalls in Frankfurt ansässige Institut für sozial-ökologische Forschung, das allein vom Land institutionell gefördert wird, erhält 2018 eine Erhöhung dieser Förderung um 120 000 Euro und 2019 um weitere 50 000 Euro. (mit dpa)

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