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Goethe-Universität Aufgeregte Studienanfänger

Die Goethe-Universität heißt ihre Erstsemester auf der unistart-Messe willkommen.

Uni-Erstsemestermesse
Erste Kontakte: Die Begrüßungsmesse ist für die Studienanfänger ein willkommener Beitrag zur Orientierung. Foto: Rolf Oeser

Die Studienzeit ist die schönste Zeit“, ruft Asta-Vorstand Juri Ghofrani Azar den Erstemestern in der Begrüßungsveranstaltung der Goethe-Uni zu und rät ihnen, diese Zeit zu genießen. 
Für Tausende Erstsemester-Studierende beginnt mit dem Vorlesungsstart in der nächsten Woche ein neuer Lebensabschnitt.

Einige konnten in Einführungswochen und Probevorlesungen schon etwas Campusluft schnuppern. Auf der unistart-Messe am Donnerstag hatten sie nun die Möglichkeit, die Universität und die Stadt Frankfurt noch ein bisschen besser kennenzulernen. 

An bunten Infoständen tummelten sich die Erstsemester, um möglichst schnell an ihrer Uni Fuß zu fassen. Die Motivation ist hoch, nun endlich eigenständig leben und arbeiten zu können. Die Erwartungen an das, was kommt, sind dabei jedoch ganz unterschiedlich. „Ich freue mich schon auf das Studium, aber das mulmige Gefühl überwiegt im Moment noch“, erzählt die künftige Germanistikstudentin Michelle. „Ich habe gerade erst Abi gemacht, und was jetzt kommt, ist schon krass anders als die Schule. Man ist jetzt auf sich allein gestellt und wird sofort ins kalte Wasser geworfen.“ Aufgeregt ist auch Jura-Studienanfängerin Jonice: „Vielleicht ist auch ein bisschen Nervosität dabei, aber ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht.“

Besonders spannend ist der Unistart für diejenigen, die gerade erst für ihr Studium nach Frankfurt gezogen sind. „Hier sind einfach sehr viele Menschen, die man alle nicht kennt. Ich war noch nie hier und kenne mich an der Uni noch nicht gut aus“, sagt Musikwissenschaftsstudentin Iara aus Limburg. Die unistart-Messe ist für sie vor allem deshalb wichtig, um schnell Kontakte zu knüpfen und sich an der Hochschule zurechtzufinden.

Damit das voll und ganz gelingt, hofft Iara auch noch immer auf eine Wohnung in Frankfurt: „Ich suche schon seit mehreren Monaten, hatte aber bis jetzt noch kein Glück“, erzählt sie. Das Problem sei dabei nicht nur das geringe Budget, sondern auch das fehlende Angebot. Dass es bei den Wohnungen noch einen gewaltigen Nachholbedarf gebe, gesteht auch Stadtrat Bernd Heidenreich (CDU) ein. „Aber wir haben das Problem erkannt und strengen uns an“, verspricht er den Studierenden in der Begrüßungsveranstaltung.

Mehr Glück bei der Wohnungssuche hatte Studienanfänger Jonas, der schon eine Woche nach seiner Bewerbung mehrere Zusagen bekommen hatte und mittlerweile seit einem Monat in Frankfurt wohnt. So hatte er auch die Gelegenheit, sich vor Semesterbeginn schon ein wenig an seinem neuen Wohnort umzusehen. Besonders der Kontrast von moderner Innenstadt und Altstadt gefalle ihm sehr gut, erzählt er. 

Um die zugezogenen Erstsemester so gut wie möglich zu integrieren, präsentierten sich auch Frankfurter Kulturinstitutionen auf der unistart-Messe. Philipp Boos vom Schauspiel Frankfurt erhofft sich durch die Werbung an der Uni ein junges, durchmischtes Publikum: „Wenn man neu in einer Stadt ist, probiert man auch eher neue Dinge aus. Theater bietet so eine Möglichkeit“, sagt Boos.

Doch nicht nur die Stadt und deren Institutionen wollen die jungen Studierenden  für sich gewinnen. Auch innerhalb der Universität werden die Erstsemester umworben. Von allen Seiten werden den Neuankömmlingen auf der Messe Flyer, Taschen oder Süßigkeiten zugesteckt, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. „Das neue Semester bietet jedes Mal die Chance, Erstis an studentische Initiativen zu binden“, sagt Pascal Schneider vom Uniradio „Dauerwelle“.

Man könne den Erstsemestern nur ans Herz legen, sich einer solchen Initiative anzuschließen: „Zum einen, weil man auf diesem Weg sehr schnell und leicht Kontakte knüpfen kann. Zum anderen, weil die Kontakte zu älteren Semestern den Studienanfängern die Möglichkeit geben, Hilfe bei der Organisation ihres Studiums zu bekommen. Wir haben das ja auch alles schon durchgemacht.“ So gelingt es den Studienanfängern dann vielleicht auch, ihre Studienzeit zur schönsten Zeit zu machen.

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