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Geisteswissenschaften Reif für die Insel

Die Frankfurter Uni vergibt erstmals den Dagmar-Westberg-Preis. Für herausragende Abschlussarbeiten. Beispielsweise über britischen Pop.

28.10.2010 11:13
Auftritt von Oasis. eine Marke des britischen Zeitgeists. Foto: ddp

Die Goethe-Uni hat einen neuen Preis – den Dagmar Westberg-Universitätspreis. Der wurde jetzt erstmals verliehen und zwar für herausragende geisteswissenschaftliche Abschlussarbeiten. Eine Bedingung hat die Frankfurter Stifterin des mit tausend Euro dotierten Preises gesetzt: Die Arbeiten der Studenten müssen engen Bezug zur Insel haben, zur britischen. In England hat sich Dagmar Westberg vor dem zweiten Weltkrieg nämlich zum Sprachstudium aufgehalten, eine Zeit, die tiefe Eindrücke hinterließ.

Die Jury entschied sich bei der ersten Vergabe gleich für zwei erste Preise. Nina Holst wurde für ihre Magisterarbeit „Wrong Writing? Right Reading?“ ausgezeichnet, in der sie der Frage nachging, wie beim Lesen Sinn zustande kommt. Anhand von Texten von Virginia Woolf betrachtete sie die Rolle von Autor und Leser.

Preisträger Matthias Noll verfolgte in seiner Magisterarbeit „Popsongs als Spiegel des Zeitgeists in Großbritannien“ die politische und kulturelle Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Er zeigte auf, wie sich das jeweilige politisch-kulturelle Klima auf die populäre englische Unterhaltungsmusik auswirkte.

Unterstützung für den Nachwuchs

Uni-Vizepräsidentin Rosér Valenti bezeichnete Dagmar Westberg als eine der großen Mäzeninnen Frankfurts. Mit ihrer Stiftung wolle sie die Auseinandersetzung mit der Literatur, Kultur, Gesellschaft und Geschichte Großbritanniens unterstützen. Gerade auch im akademischen Bereich müsse die Verständigung zwischen Deutschland und England gefördert werden.

Die Hochschule sei froh, dass sich die Frankfurterin entschlossen habe, „eine Verbindung zur Goethe-Universität herzustellen“. Eine dauerhafte: Der Dagmar Westberg-Universitätsfonds sei so konzipiert, dass viele Generationen von Studenten sowie jungen Forschern von ihm profitieren werden. Der bei der Deutsch-Britischen Gesellschaft Rhein-Main angelegte Fonds baut auf einem Grundvermögen von 100.000 Euro auf. Unterstützt werden sollen davon auch Nachwuchs-Wissenschaftler. So ist etwa geplant, Projekte mit engem Großbritannien-Bezug durch Beihilfen zu Reise- und Publikationskosten oder ähnlichem zu fördern. (alu)

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