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Doktorarbeiten in Frankfurt Glücklich promovieren

Die Frankfurter Goethe-Universität bereitet eine Umfrage unter ihren Doktoranden vor. Deren Name ist Programm: "Bist Du glücklich?" Denn eins steht fest: Promovieren ist schwerer geworden, weil Redlichkeit nicht unbedingt vor Kritik schützt.

13.02.2013 20:14
Astrid Ludwig

Den Anfang machte die Plagiats-Affäre um Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, den vorläufigen Höhepunkt liefert nun der Rücktritt von Wissenschaftsministerin Annette Schavan, der nach über 30 Jahren wegen Täuschungsvorwürfen der Doktortitel aberkannt wurde. Promovieren in Deutschland ist gerade alles andere als leicht, Doktoranden sind verunsichert.

Das hat auch die Frankfurter Goethe-Universität erkannt. „Bist Du glücklich?“ – unter diesem Titel startet die Goethe Graduate Academy (Grade) eine uniweite Umfrage unter Promovierenden und ihren Betreuern. Start ist Anfang April, erste Ergebnisse sollen im Juni vorgestellt werden.

Ziel ist die Verbesserung der Betreuung

Ziel der Umfrage ist die Verbesserung und auch Präzisierung der Angebote für Studierende, die ihren Doktortitel an der Goethe-Uni machen wollen. Die Wissenschaftler von Grade wollen herausfinden, was sich Promovierende von einer guten Graduiertenausbildung versprechen und welche Unterstützung sie dabei erwarten. Und auch diejenigen, die die Doktoranden betreuen, sind gefragt. Sie sollen ihre Probleme oder Vorstellungen äußern können. Den Bedürfnissen entsprechend sollen die Angebote der Graduate Academy dann weiterentwickelt werden.

Wie viele Doktoranden zur Zielgruppe an der Goethe-Uni gehören, ist schwer zu ermitteln. Laut Heike Zimmermann-Timm von der Graduate Academy gibt es für sie keine Einschreibepflicht. „Daher kennen wir die tatsächliche Zahl der Promovierenden nicht“, sagt sie in der aktuellen Ausgabe des „UniReport“ der Hochschule. Die Macher der Umfrage wollen in den nächsten Wochen deshalb auf dem Campus für ihr Projekt werben. „Je mehr sich beteiligen, desto besser sind die Ergebnisse in konkrete Veränderungen umzusetzen“, so Zimmermann-Timm.

Der Fragebogen wird derzeit von Professoren, Postdocs, Doktoranden, Fachbereichen und Grade zusammen mit dem International Office, dem Gleichstellungsbüro und der Stabsstelle für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs entwickelt. Ab 8. April steht er auf der Homepage der Uni. 20 Minuten dauere es, ihn auszufüllen. „Selbstverständlich anonym“, so Zimmermann-Timm.

Infos unter 069/79849450, grademanagement@grade.uni-frankfurt.de Die HfG Offenbach bietet eine Veranstaltung am 14. Februar, 10 Uhr, in ihrer Bibliothek. Titel: „Warum promovieren?“

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