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Campus Riedberg Lernen mit Spaß

Das Frühlingsfest lockt Studierende und Anwohner in den Wissenschaftsgarten.Der Leiter des Wissenschaftsgartens ist stolz auf die Entwicklung des jüngsten der vier Campusse der Goethe-Universität.

Langsam, fast wie in Zeitlupe perlen die Wassertropfen an den Salbeisträuchern im Wissenschaftsgarten des Campus Riedberg hinunter. Es hat geregnet am Sonntagmorgen, das Blütenmeer verbreitet dadurch einen süßlich-herben Geruch. „Wir Naturwissenschaftler können das Wetter nur analysieren, aber leider nicht ändern“, sagt Professor Georg Zizka und lacht. Als wolle ihm der Wettergott das Gegenteil beweisen, klart der Himmel über dem Riedberg auf und die Sonne macht sich auf dem Campus breit.

Zizka, der den Wissenschaftsgarten leitet, ist stolz auf die Entwicklung des jüngsten der vier Campusse der Goethe-Universität. „In den letzten zwei Jahren hat sich viel getan“, berichtet er den Gästen bei der Eröffnung. So wuchs der Garten im vergangenen Jahr beispielsweise um den „Wald der Zukunft“, die Beschilderung der Pflanzen wurde strukturiert und erneuert, Dutzende Kletterpflanzen zieren nun die Eingänge zu den Gewächshäusern.

„Auch in naher Zukunft wird sich der Campus verändern und verschönern“, verrät der Professor. Im kommenden Jahr soll etwa eine wilde Rosenbepflanzung den Eingang zum Garten aufhübschen. Deutlich teurer als derlei Pflanzaktionen dürfte die bevorstehende Sanierung der Chemiegebäude samt Technikzentrale werden: 53 Millionen investiert das Land Hessen. Auch die Zahl der Studierenden wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Die Fachbereiche Informatik und Mathematik, bislang noch am Campus Bockenheim, ziehen in den Frankfurter Norden. „Der Campus Riedberg entwickelt sich prächtig“, freut sich Uni-Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz.

Campus  mit Wohlfühlfaktor

Familie Riedel ist aus Darmstadt zum Frühlingsfest angereist. Das Interesse des kleinen Max (6) hat sich schnell auf die großen Bienenwaben am Rande des Wissenschaftsgarten gerichtet. Wissbegierig lässt er sich von der netten Studentin über Imkerei, Bestäubung und Bienenvölker aufklären, zur Belohnung gibt es von den Eltern ein Glas frischen Waldhonig.

Auch Studentin Kathrin ist aus Darmstadt auf den Riedberg gefahren. Die 24-Jährige ist zum ersten Mal auf dem Campus und begeistert; hier herrsche ein Wohlfühlfaktor. „Auf der Lichtwiese der TU Darmstadt gibt es zwar auch viel Grün, die Architektur ist aber eher brachial“, findet sie.

Ähnlich angetan ist Medizinstudentin Vicky. Die Griechin absolviert gerade ein Auslandssemester in Frankfurt, mit ihren Kommilitonen möchte sie sich den Arzneipflanzengarten genauer anschauen. Nicht nur Studierende, auch einige Anwohner lockt das Frühlingsfest auf den Campus. Sabine G. lebt seit wenigen Monaten im Neubaugebiet westlich der Universität. Dass der Campus einen großen Wissenschaftsgarten hat, habe sie bisher gar nicht gewusst, denn von ihrem Balkon sehe sie nur die großen Hauptgebäude. „Hier kann man sich viel Inspiration für den eigenen Garten holen“, sagt sie und lacht.

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