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Bundestagswahl in Frankfurt Wie Frankfurt zu „Jamaika“ steht

1. Update Bei den Frankfurtern hätte eine mögliche schwarz-gelb-grüne Koalition eine größere Mehrheit als auf Bundesebene - allerdings nicht in allen Wahlbezirken. Unsere Auswertung zeigt, wo der Rückhalt für „Jamaika“ am größten ist.

Jamaika in Frankfurt
So fallen die Zweitstimmen-Anteile für CDU, FDP und Grüne - Partner in einer möglichen Jamaika-Koalition - in den Frankfurter Wahlbezirken aus. Die interaktive Karte mit den Details finden Sie unten im Artikel. Foto: Screenshot

In Frankfurt kommen die Bündnispartner einer „Jamaika“-Koalition auf einen größeren Stimmanteil als im Bundesdurchschnitt: Summieren sich die Zweitstimmen-Anteile für CDU, CSU, FDP und Grüne deutschlandweit auf 52,6 Prozent, so kommen CDU, Grüne und FDP in Frankfurt zusammen auf 55,1 Prozent der Zweitstimmen. Vor allem das deutlich bessere Abschneiden von FDP und Grünen verschafft einer  potenziellen  schwarz-gelb-grünen Koalition rechnerisch in Frankfurt einen größeren Rückhalt als im Bund.

Wo finden die „Jamaika“ -Parteien besonders viel Zustimmung, wo weniger? Wir haben uns die 490 Frankfurter Wahlbezirke genauer angeschaut und sie, mit Ausnahme der 114 Briefwahlbezirke, auf einer Karte dargestellt. Sie zeigt auf einen Blick, wo  CDU, Grüne und FDP den Zweitstimmen nach die meiste Sympathie haben und wo die Wählerinnen und Wähler den  Partnern einer möglichen „Jamaika“-Konstellation die kalte Schulter zeigen.

28,6 bis 76,8 Prozent für „Jamaika“

Der Rückhalt für die mögliche Koalition fällt in Frankfurt sehr unterschiedlich aus: In einigen Wahlbezirken liegen CDU, Grüne und FDP gemeinsam nur hauchdünn vorne, in anderen erreichen sie überwältigende Zustimmung - und in einer ganzen Reihe von Wahlbezirken verfehlt das Bündnis die Mehrheit deutlich. Legt man die absolute Mehrheit als Maßstab an, so liegen beispielsweise die Wahlbezirke 25203 (Stauffenbergschule) in Bornheim, 37204 (Friedrich-Fröbel-Schule) im Stadtteil Niederrad und 56202 (Altenwohnanlage Begegnungsstätte) in Nied gerade so darüber: CDU, Grüne und FDP zusammen kommen hier auf jeweils 50,1 Prozent der Zweitstimmen. Die mit 76,8 Prozent größte Mehrheit bei den Zweitstimmen finden die „Jamaika“-Parteien im Wahlbezirk 18003 (Bettinaschule) im Stadtteil Westend-Süd.

Viele Frankfurter Wahlbezirke, in denen „Jamaika“ keine Mehrheit findet, liegen im Westen und Osten der Stadt. In den Wahlbezirken im Frankfurter Süden hat unter anderem die FDP relativ stark abgeschnitten. Die Wählerinnen und Wähler, die im Wahlbezirk 26202 (Heilig-Geist-Gemeinde) im Riederwald ihre Stimme abgaben, können Schwarz, Gelb und Grün am wenigsten abgewinnen; Hier kommen die drei Parteien zusammen auf magere 28,6 Pozent - was vor allem an der schwächelnde CDU liegt, die in der SPD-Hochburg nur 16,8 Prozent der Zweitstimmen erreicht. Zentrumsnahe Wahlbezirke zeigen deutlich mehr Sympathien für die „Jamaika“ -Parteien, allerdings gilt das auch hier keineswegs flächendeckend.

Noch ein eigener Blick auf die 114 Briefwahl-Bezirke, die in unserer Karten-Auswertung nicht enthalten sind: Auch hier findet eine „Jamaika“-Koalition unterm Strich eine rechnerische Mehrheit, auch hier zeigt der Vergleich der Wahlbezirke erhebliche Unterschiede - doch die  Spanne fällt nicht ganz so groß aus. Im Briefwahlbezirk 91102 (Griesheim) kommen CDU, Grüne und FDP auf  nur 32,7 Prozent, während die drei Parteien im Briefwahlbezirk 94101 (Sossenheim) 73, 5 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen.

„Jamaika“-Mehrheiten in Frankfurt: Unsere Karte zeigt den Stimmanteil von CDU, Grünen und FDP in 376 Wahlbezirken

Sie möchten wissen, wie Ihr Stadtteil abgestimmt hat? Auch die Hochburgen der Parteien nach Stadtteilen haben wir für Sie aufbereitet - für CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels wurden wegen eines Übertragungsfehlers falsche Prozentzahlen genannt. Wir haben die Angaben korrigiert.

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