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Braunkohlestaub-Kraftwerk Demo vor Allessa-Werk

Nachdem ein Gerichtsurteil den Weiterbetrieb des Braunkohlestaub-Kraftwerks in Fechenheim erlaubt, ruft der Verein Zukunft Fechenheim zu einer Kundgebung am Samstag auf.

Viel Industrie, viel Chemie: Blick aufs Fechenheimer Allessa-Gelände. Foto: Christoph Boeckheler

Nach dem Kasseler Gerichtsurteil, das den Weiterbetrieb des Braunkohlestaub-Kraftwerks im Fechenheimer Industriepark erlaubt, ruft der Verein Zukunft Fechenheim zu einer Kundgebung auf. Am Samstag, 5. März, wollen die Kraftwerkskritiker vor dem Allessa-Werk, Tor Ost, von 11 bis 11.45 Uhr demonstrieren.

„Enttäuschung und Wut sind groß“, betont der Vereinsvorsitzende Werner Scholz. „Aber ohne ein Zeichen zu setzen, wollen wir nicht einfach klein beigeben.“ Nach der Demo besprechen die Teilnehmer ihr Vorgehen im Café Jasmin (Alt-Fechenheim 80).

Allessa hat unterdessen ein Treffen mit Zukunft Fechenheim abgesagt. Der Verein hatte vorige Woche Gespräche mit dem Chemiekonzern für den heutigen Mittwoch angekündigt und Wert darauf gelegt, dass Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) dabei ist. Am Dienstag nun teilte Allessa-Sprecher Joachim Heinzelmann mit, das Unternehmen sehe keine Grundlage für kurzfristige Gespräche mit der Bürgerinitiative und der Stadträtin.

„Die Luftqualität in Fechenheim wird durch Allessa nicht beeinträchtigt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns. „Im Unterschied zur Frankfurter Umweltdezernentin Heilig“ sehe der VGH die Anlage offenbar nicht als „anachronistisch“ an. Das neue Urteil sei eine „gute Grundlage für konstruktive Gespräche“, erklärte Allessa-Geschäftsführer Rafael Reiser – nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung aus Kassel.

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