Lade Inhalte...

Braubachstraße in Frankfurt Warten auf neue Altstadt

Anrainer der Braubachstraße in Frankfurt hoffen auf eine weitere Belebung. Auch mehr Durchlass zur Berliner Straße ist erwünscht.

Altstadt
Die "Goldene Waage", das schönste Haus der neuen Altstadt. Foto: Monika Müller

Vor einem halben Jahr hat sich in der Braubachstraße eine Interessengemeinschaft der Geschäfteinhaber gegründet. Die Geschäftsleute dort sond also schon ein bisschen weiter als ihre Kollegen in der parallel verlaufenden Berliner Straße. Viel getan hat sich in den sechs Monaten nicht, was vor allem einen Grund hat: Auf der südliche Straßenseite ist wegen der neuen Altstadt eine langgezogene Baustelle. Da hat es wenig Sinn, bei der Stadt wegen mehr Grün oder breiteren Bürgersteigen nachzufragen.

Ganz ungenutzt hat die Interessengemeinschaft die Zeit jedoch nicht verstreichen lassen. „Wir haben ein Grafikbüro beauftragt und ein gemeinsames Konzept erarbeitet“, sagt Dagmar Priepke von der Heusen-Stammstiftung, einer der zahlreichen Galerien in der Brauchbachstraße. An der Feier zur Eröffnung der Altstadt wollen sich die Geschäfte beteiligen und spätestens dann auch nach außen sichtbar werden.

Das Motto für die selbsternannte Kulturmeile ist gefunden: „300 Meter Kunst, Genuss, Leben“. Wobei Priepke und ihre Nachbarin Sibylle Wieduwilt vom Kunstantiquariat Tresor am Römer befürchten, dass es etwas viel Genuss werden könnte in der Braubachstraße. Die Eröffnung der Altstadt bringt der Straße neben einem Reformhaus, einem Schmuckgeschäft und einem Blumenladen auch ein weiteres Café. „Der Mix beinhaltet inzwischen ein bisschen viel Gastronomie“, findet Wieduwilt. Aber natürlich freuen sich die Geschäfteinhaber über die Eröffnung der Altstadt. „Wir erwarten uns eine Belebung des ganzen Viertels“, sagt Wieduwilt. Nicht, dass in der Braubachstraße wenig los wäre, allerdings ist das Publikum vor allem international. Mit der neuen Altstadt sollen auch Frankfurt und das Umland stärker wahrnehmen, wie vielfältig die Brauchbachstraße ist.

Die Idee aus der Berliner Straße, die Durchlässigkeit zwischen beiden Straßen zu erhöhen, wird in der Braubachstraße begrüßt. „Die Querstraßen müssten in ein stadtplanerisches Konzept aufgenommen werden“, schlägt Priepke vor. Dabei geht es nicht nur um die Kruggasse, sondern auch um zwei weitere Durchgänge zur Berliner, die bislang nur Anliegern bekannt seien. Wieduwilt geht davon aus, dass mit dem erhofften Touristenansturm auf die Altstadt die Zu- und Abgänge ohnehin ausgebaut werden müssten.

Mit der Berliner Straße gemeinsam hat die Kulturmeile auch den Wunsch nach Tempo 30. Doch auch dort winkt das Straßenverkehrsamt ab: Über die Kulturmeile fahren mehrere Straßenbahnlinien, und die sollen nicht beschränkt werden. ote

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen