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Bornheim Image-Kampagne wird fortgesetzt

Der Gewerbeverein möchte sich mit dem Projekt Lust auf Leben weiter für die Berger Straße einsetzen. Die Finanzierung ist derzeit aber noch unklar.

Rund 200 Gäste besuchten Anfang August das Open-Air-Kino am Bornheimer Uhrtürmchen. Im kommenden Jahr soll es eine neue Ausgabe geben. Foto: Monika Müller

Die Kampagne „Lust auf Leben – Willkommen in Bornheim“ geht in die nächste Runde. Der Gewerbeverein Bornheim Mitte möchte das Projekt, mit dem die Berger Straße nachhaltig aufgewertet werden soll, fortsetzen – auch im kommenden Jahr. Offen ist derzeit noch die Finanzierung. Künftig möchten die Akteure auch die Gewerbevereine vom Sandweg und der Unteren Berger Straße einbeziehen.

Die Kampagne müsse fortgesetzt werden, sagt Franz Steul, Vorsitzender des Bornheimer Gewerbevereins. Typisches Marketing könne langfristig gesehen nur einen Teil zum wirtschaftlichem Erfolg der lokalen Betriebe beitragen. Den Rest machten persönliche Netzwerke, Gesicht zeigen, die Öffnung für Neues und andere Organisationen und das Engagement für die Lebensqualität aus. Das sei durch die Kampagne in einem gewissen Bereich bereits gelungen, sagt Steul.

Regelmäßig trifft sich etwa eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Aktiven des Gewerbevereins, der IG Gastronomie, Mitglieder von Ortsbeirat, Vereinen und Kulturschaffenden. Auch schlössen sich immer mehr Bürger an, sagt Projektkoordinatorin Marlene Haas. Seit Anfang der Woche etwa wird das Bornheimer Fünffingerplätzchen vom Familienzentrum Mukiva mit einer Häkel-Aktion verschönert. Die Aktion soll in den kommenden Wochen montags ab 19 Uhr fortgesetzt werden.

Erfolgreich sei vor allem das Projekt im vergangenen Sommer gelaufen. Acht Veranstaltungen sind umgesetzt worden. Die meisten seien bei den Bornheimern sehr gut angekommen, sagt Haas. Mehrere sollen deshalb eine zweite Auflage erfahren. So möchte die Arbeitsgruppe auch im kommenden Jahr ein Open-Air-Kino auf dem Platz Bornheim Mitte organisieren. Geplant ist, weitere Kulturprojekte im öffentlichen Raum zu ermöglichen, sagt Haas.

Oasen sollen noch bleiben

Aufwerten möchte die Gruppe auch die sogenannten Oasen, die vier Palettenkonstruktionen zwischen Höhenstraße und Kirchnerschule auf der Berger Straße. Sie sollen wenigstens noch ein Jahr bleiben, sagt Steul. Auf der unteren Berger und auf dem Sandweg werde es die hölzernen Konstruktionen nicht geben, sagt Franz Steul. Mit den dortigen Gewerbevereinen soll künftig stärker zusammengearbeitet werden. Details gebe es noch keine.

Der Ortsbeirat, der das Projekt „Lust auf Leben – Willkommen in Bornheim“ mitinitiiert hat, plant nach Angaben von Ortsvorsteher Hermann Steib (Grüne) derzeit nicht, sich weiter zu beteiligen. 2015 hatte das Gremium dafür einen Betrag von 30 000 Euro aus seinem Budget zur Verfügung gestellt. Lediglich vier Mitglieder der 19 Stadtteilpolitiker unterstützen die Kampagne, darunterGrüne, CDU und die Wählervereinigung Die Frankfurter.

Die SPD im 4er fordert in einem Antrag eine Schlussabrechnung für das Projekt und eine Bilanz. In der kommenden Sitzung Ende November müssen die Stadtteilpolitiker über diese Vorlage beraten. Im Sommer hatte die SPD das Projekt kritisiert. Es habe sich zu einer Image-Kampagne für die ganze Berger Straße gewandelt, obwohl es ursprünglich nur eine Aufwertung der Berger Straße rund um den ehemaligen Saturnmarkt zum Ziel gehabt habe (die FR berichtete).

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