Lade Inhalte...

Bomben-Fund in Seckbach Bomben-Entschärfung gescheitert

7. UpdateDer Kampfmittelräumdienst muss die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Frankfurt-Seckbach abbrechen, da Spezialgerät benötigt wird. Am Mittwochabend wird ein neuer Versuch unternommen.

11.04.2018 07:07
Bombenfund in Seckbach
Experten beraten am Fundort der Bombe in Seckbach das weitere Vorgehen. Foto: Götz Nawroth

Die Weltkriegsbombe im Frankfurter Stadtteil Seckbach konnte in der Nacht zum Mittwoch nicht wie geplant entschärft werden. „Der erste Versuch ist gescheitert“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Morgen. Ein erneuter Entschärfungsversuche wurde für den Mittwochabend angesetzt. Die Evakuierung soll um 18 Uhr beginnen und um 23 Uhr beendet sein, damit die Bomben-Entschärfung um 23 Uhr beginnen könne, teilte die Frankfurter Feuerwehr am Mittwoch mit.

Am Mittwochmorgen berieten sich Fachleute und Bauingenieure über das weitere Vorgehen bei der Entschärfung. Der Fundort ist von Gewerbebauten umgeben. Nach ersten Informationen wird am Mittwochabend der Nahverkehr in Seckbach von der Entschärfung betroffen sein. Die U-Bahnlinien U4 und U7 sowie der Bus 44 werden dann unterbrochen.

Die Entschärfung konnte nach Feuerwehrangaben trotz intensiver Bemühungen des Kampfmittelräumdienstes nicht erfolgreich beendet werden. Für den erneuten Versuch werde ein Spezialgerät benötigt. Die 50 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten für den Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts gefunden worden.

Die etwa 1400 Frankfurter, die für den ersten Entschärfungsversuch ihe Wohnungen verlasssen mussten und bis tief in die Nacht teils in Betreuungsstellen ausharrten, konnten vorerst wieder nach Hause zurückkehren. „Derzeit befindet sich die Bombe in einem sicheren und stabilen Zustand, so dass die Evakuierungsmaßnahmen vorübergehend unterbrochen werden“, teilte die Feuerwehr mit. Die nächste Evakuierung solle am Mittwoch erneut um 18 Uhr beginnen, damit die Entschärfung um 23 Uhr starten kann.

Schon am Dienstagabend war das Gebiet um den Fundort in einem Radius von 400 Metern evakuiert werden. „Zum Glück ist dort viel Industrie“, sagte der Sprecher zu den Auswirkungen auf die Wohnbevölkerung. Dennoch seien etwa 1400 Menschen betroffen.

Wer seine Wohnung nicht alleine verlassen kann, wird weiterhin aufgerufen, das unter der Rufnummer 212 111  freigeschaltete Bürgertelefon anzurufen, um einen Kranken- oder Behindertentransport zu organisieren. Auch die Betreuungsstellen bleiben für die erneute Evakuierung in Betrieb.

Die Frankfurter sind erfahren mit Weltkriegsbomben. Erst im Februar war im Stadtteil Gallus ebenfalls eine 50 Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Damals mussten 9000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch die Hallen des Frankfurter Messegeländes waren teilweise betroffen.

Im vergangenen September wurde nach dem Fund einer tonnenschweren Bombe nahe des Uni-Campus die bisher größte Evakuierung der Nachkriegszeit in Deutschland angeordnet. Mehr als 60 000 Frankfurter mussten vorübergehend aus ihren Wohnungen. Auch mehrere Kliniken und Altenheime mussten geräumt werden, darunter die größte Entbindungsklinik der Stadt. (gwa/dpa)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen