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Bombe in Frankfurt Bombenentschärfer: „Erfahrung und ein bisschen Bauchgefühl“

Experte René Bennert erklärt, warum die Sperrzone für die Entschärfung der Bombe in Frankfurt so groß sein muss, und was mit der Bombe geschieht.

Bombenfund in Frankfurt
Sprengmeister René Bennert vom Kampfmittelräumdienst. Foto: dpa

René Bennert hat am Sonntag bei der Bombenentschärfung „den Hut auf“ wie er selbst sagt. Der 40-Jährige vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen verantwortet die gefährliche Aktion und hat auch die Sperrzone festgelegt.

Die Sperrzone erscheint dem Laien recht groß. Gibt es eine Faustformel für die Berechnung?
Eine Faustformel gibt es nicht, es gibt Erfahrungswerte und ein bisschen Bauchgefühl.

Was kann denn passieren, wenn die Bombe explodiert?
Es ist eine reine Druckbombe. Die Druckwelle allein wäre schon so groß, dass sie Scheiben bersten ließe. Gefährlich sind aber auch die passiven Splitter. Die Druckwelle reißt ja alles mit sich, so dass es gefährliche Geschosse geben kann.

Sie haben sich die Bombe noch mal angesehen. Wie ist ihr Eindruck?
Wir haben uns vor allem angeschaut, von wo wir die Entschärfung fernsteuern wollen, aber den Standort geben wir nicht raus. Ob das mit dem Herausschrauben des Zünders klappt, kann man auch noch nicht sehen, es kann immer sein, dass das Gewinde übermäßig gestaucht ist – das kann man im Vorfeld nie sagen. Wir werden die Zünder vorher auf alle Fälle einölen.

Was passiert mit der Bombe, wenn sie entschärft ist?
Sie wird in einen Zersägebetrieb gebracht. Dort wird der Sprengstoff in mehreren Teilen verbrannt.

Verbrannt?
Ja, dafür gibt es extra Bunkeranlagen, und da es so viel Sprengstoff ist, muss das in mehreren Etappen geschehen.

Interview: Oliver Teutsch

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Bombe - Evakuierung in Frankfurt

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