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Bodiversität in Frankfurt Die Zahl der Insektenarten schrumpft dramatisch

Die Aktionswoche zur biologischen Vielfalt in Frankfurt widmet sich ganz besonders der bedrohten Insektenwelt. BioFrankfurt lockt diesmal auch mit einem Gewinnspiel.

Umweltschutz in Frankfurt
Honigbiene und Gänseblümchen bei ihrer vorbildlichen Zusammenarbeit. Foto: Michael Schick

Die meisten Tierarten unseres Erdballs sind Insekten. Man kennt heute rund 750 000 Arten, von denen etwa 28 000 in Deutschland vorkommen.“ Wer hat’s geschrieben? Heinrich Fischer – 1954 veröffentlicht von der Gesellschaft der Naturfreunde. Heute sind wir weiter: Annähernd eine Million Insektenarten wurden inzwischen beschrieben, 33 000 in Deutschland, und darüber hinaus, vermuten Forscher, schwirren bis zu fünf Millionen noch unentdeckt in der Luft oder krabbeln durch die Welt.

Doch ihre Lage ist ernst, die Zahl der Insektenarten und Individuen schrumpft dramatisch. Grund genug für das Umweltnetzwerk BioFrankfurt, seine Erlebniswoche in diesem Jahr den Insekten zu widmen – und da sind wir schon wieder bei Heinrich Fischer. Seine schwarz-weißen Insektenfotos aus den 1920er Jahren zeigt das Naturschutzhaus Weilbacher Kiesgruben beim Insektenfestival am 27. Mai.

Da ist die lange Woche aber schon fast vorbei. Zuvor gibt es viel zu erleben. „Unser Programm ist dieses Jahr sehr bunt, supervielfältig“, sagt BioFrankfurt-Mitarbeiterin Pia Ditscher, „wir waren selbst überrascht, wie viel da zusammengekommen ist.“

Die Aktionswoche zur biologischen Vielfalt, die zwölfte mittlerweile, hat stets ein Ziel: den Menschen zeigen, was da wächst und kreucht und fleucht. „Ungeheuer spannend“ nennt Netzwerk-Sprecher Bruno Streit die Vielfalt vor der Haustür. Wer das erkennt und schätzen lernt, wird dazu beitragen wollen, es zu bewahren – so der Plan. 50 Aktionen von mehr als 20 Veranstaltern stehen diesmal zur Auswahl, darunter vieles für Familien, besonders für Kinder. „Das Insektenthema mit den Bienen spricht die Jüngsten an“, sagt BioFrankfurt-Geschäftsstellenleiterin Stefanie Preußer. „Wir hoffen auf gutes Wetter – damit steht und fällt ein Familienausflug.“ Etwa der Wasserforschertag in Mühlheim am 18. Mai, die allererste Veranstaltung auf der langen Wochenübersicht, die es in diesem Jahr wieder auf Papier gedruckt gibt. Die Mühlheimer Wasserforschung stand voriges Jahr schon auf dem Programm – und fiel dann ins Wasser.

Möglichst keinen Regen wünschen sich auch die Teilnehmer der Vogelexkursion am 21. Mai durch Enkheimer Ried und Berger Hang. Das Angebot ist zweiteilig: Morgens um 7 Uhr geht es hinaus, um 17 Uhr folgt ein „Orgelkonzert mit Vogelkompositionen“ in der Laurentiuskirche.

Großen Wert legt BioFrankfurt auf das Umweltbildungsprogramm. Vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe können sich Gruppen mit Themen beschäftigen wie „Vor Egeln muss man sich nicht ekeln“ oder „Was summt und brummt im Wald?“ Termine nach Absprache. Zu gewinnen gibt es auch etwas: Wer drei Aktionen während der Woche besucht und die passenden Stempel sammelt, dem winkt als Hauptgewinn eine exklusive Führung zu den Giraffen im Opel-Zoo – mit Fütterung aus der Hand.

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