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Beweglich im Alter Bewegungsparcours für Senioren am Bornheimer Hang

In der Rose-Schlösinger-Anlage am Bornheimer Hang ist die erste Frankfurter Fitnessanlage für Senioren im öffentlichen Raum fertiggestellt worden. Heute nachmittag um 14.30 Uhr eröffnet Umweltdezernentin Manuela Rottmann übergibt ihn an die Frankfurter Bürger.

15.03.2011 18:24
Laura Wagner
Frankfurts erste Senioren-Fitnessanlange Bornheimer Hang. Foto: FR/Boeckheler

Wie ein futuristischer Spielplatz wirkt die Anlage auf den ersten Blick. Am Bornheimer Hang stehen mehrere metallene Geräte hinter einer Absperrung auf der Wiese. Am heutigen Mittwoch um 14.30 Uhr eröffnet Umweltdezernentin Manuela Rottmann den ersten Bewegungsparcours für Senioren und übergibt ihn an die Frankfurter Bürger. In der Rose-Schlösinger-Anlage am Bornheimer Hang ist die erste Frankfurter Fitnessanlage für Senioren im öffentlichen Raum fertiggestellt worden.

In Frankfurt entstand in mehreren Ortsbeiräten der Wunsch, solche Anlagen einzurichten. In Bornheim fand sich schließlich ein geeigneter Standort. Den zu finden ist nicht ganz leicht. Das Gelände sollte separat liegen und nicht zu sehr einsehbar sein, aber immer noch so weit, dass eine gewisse Kontrolle vorhanden ist. Das Projekt wurde zusammen mit einer Physiotherapeutin entwickelt. Die effektivste Trainingsfolge besteht aus den verschiedenen Modulen Erwärmung, Koordination, Kraft, Ausdauer und Dehnen. „Es geht bei dem Ganzkörpertraining weniger um Muskeltraining, sondern mehr um Koordination“, erklärt Heike Appel vom Grünflächenamt.

Neben jedem Gerät finden sich Informationsschilder

Auf dem Gelände stehen sieben verschiedene Trainingsgeräte zur Verfügung: zwei Ganzkörpertrainer, ein Brustmuskeltrainer, ein Bein-Trainer, eine schwebende Plattform sowie ein Schulter- und Rückentrainer und ein Gerät zum Dehnen. Auf dem Gelände ist zudem eine Laufstrecke ausgewiesen. Neben jedem Gerät finden sich Informationsschilder, die einen Trainingsplan und Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zeigen, so dass jeder abhängig von seinem Fitnessgrad trainieren kann.

Die Anlage kostet rund 115.000 Euro. „Um herauszufinden, welche Anforderungen an eine solche Freiraumanlage gestellt werden und ob diese auch genutzt werden würde, haben wir im Vorfeld an der Hochschule RheinMain eine Studie in Auftrag gegeben, die die Nutzungserwartung und Bedingungen solcher Anlagen untersuchen soll“, sagt Appel. So wollen Senioren nicht mit Kindern zusammen spielen, denn sie haben Angst sich zu blamieren und nehmen sich zurück. Auch vom Ausdruck Seniorenspielplätze ist man abgekommen, man nennt die Anlagen nun Seniorenfreiräume oder Bewegungsparcours, da das Wort Spielplatz eher hemmt.

Die Meinung der älteren Leute aus dem Stadtteil über Sinn und Nutzen der Anlage gehen auseinander. „Ich würde mich hier nicht in der Öffentlichkeit lächerlich machen“, sagt Heinz Bender, ein 74-jähriger Rentner aus dem Stadtteil. In der Tat kommen viele Spaziergänger an der Anlage vorbei, doch nicht jeden stört das. Eine Frau aus dem Stadtteil, die namentlich nicht genannt werden will, begrüßt das Projekt, fürchtet aber, dass die Geräte schnell dem Vandalismus zum Opfer fallen werden. „Wir haben Geräte ausgewählt, die nicht viel Ansatz für Vandalismus bieten“, berichtet Appel. Zudem sei die Anlage in die Spielplatzkontrollen mit einbezogen und werde einmal pro Woche kontrolliert.

Es sollen weitere solcher Fitnessanlagen folgen. „Gerade in Hinblick auf den demografischen Wandel hat so etwas Zukunftspotenzial“, sagt Appel. Derzeit in der Planung befindet sich eine im Elli-Lucht-Park in Niederrad.

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