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Bauten in der Taunusanlage Ein Hochhausgebirge von 35.000 Quadratmetern

Am Rand der historischen grünen Wallanlage wird ein steinernes Hochhaus-Ensemble wachsen und keine in die Höhe gezogenen Scheiben aus Glas. Diese Zukunftsentscheidung für das Grundstück Taunusanlage 8 hat „nach reiflicher Überlegung“ jetzt die Bauherrin Credit Suisse getroffen.

Stadtbaukunst aus Offenbach an der Taunusanlage. Foto: Novotny

Am Rand der historischen grünen Wallanlage wird ein steinernes Hochhaus-Ensemble wachsen und keine in die Höhe gezogenen Scheiben aus Glas. Diese Zukunftsentscheidung für das Grundstück Taunusanlage 8 hat „nach reiflicher Überlegung“ jetzt die Bauherrin Credit Suisse getroffen. Damit bekommt der Offenbacher Architekt Fritz Novotny an der seit Jahren ungenutzten Adresse den Zuschlag. Er hat ein mächtiges Bürohaus-Gebirge mit 35.000 Quadratmeter Fläche entworfen.

Die letzten Konkurrenten im ausgelobten Architekten-Wettbewerb, die Architekten schneider+schumacher, sind mit dieser Entscheidung ausgeschieden. Die beiden Frankfurter hatten für das weit in die Tiefe gehende Grundstück den Bau von zwei parallel stehenden, verglasten Hochhaus-Scheiben vorgeschlagen. Im Römer- Planungsausschuss am Montagabend hat Stadtrat Edwin Schwarz (CDU) den geplanen Neubau vorgestellt; seinen Worten zufolge sei es Fritz Novotny besonders gut gelungen, das Umspannwerk der Mainova zu integrieren, das von dem Standort nicht verlegt werden könne. Die Stadtverordneten haben die Auswahl der Bauherrin akzeptiert und stellten keine Fragen.

Auf dem Grundstück zwischen Niddastraße und Marienstraße stehen derzeit vier unterschiedliche Häuser, das älteste soll aus den Vierziger Jahren stammen. Mit dem Gesicht zur Straße zeigt sich ein Baukörper aus den Sechziger Jahren. Zuletzt war die Aareal Bank an der Taunusanlage 8 ansässig. Laut Beschluss des Stadtparlaments darf auf dem Areal nicht höher als 55 Meter gebaut werden. Man begründet das im Römer damit, es sei dort „ein Beitrag zur Neugestaltung der Straße Taunusanlage“ einzufordern. Auch macht die Stadt die Auflage, auf 30 Prozent des nutzbaren Raums oberhalb der Hochhausgrenze Wohnraum zu schaffen. Die kantigen, stark gerasterten Hochhausblocks, die Architekt Fritz Novotny in die zweite Reihe des Grundstücks stellen will, werden jedoch eine Höhe von 60 Metern erreichen.

Der geforderte „vorhabenbezogene Bebauungsplan“ für die 3600 Quadratmeter Frankfurter Boden ist laut Planungsamt allerdings noch in Arbeit. Amtsleiter Dieter von Lüpke ist sich aber sicher, dass die Wünsche der Stadt für das repräsentative Grundstück bei der Bauherrin trotzdem angekommen sind: „Die kennen ja die Beschlüsse.“ Wie Mark Gellert übermittelt, der Sprecher des Planungsdezernats, habe sich die Stadt mit der Bauherrin geeinigt, dass der geforderte Wohnraum nicht an der Taunusanlage, sondern „relativ nah – im Bahnhofsviertel“ errichtet werden darf.

Um zu erreichen, dass sich das Bauwerk zur Taunusanlage hin an die Kette der historischen Bürovillen anpasst, sollen zwei parallel stehende sechsgeschossige Kopfbauten an die Straße gerückt werden. Die Bauherrin Credit Suisse, die auf dem Grundstück Geld des offenen Immobilienfonds „CS Euroreal“ anlegt, erkennt in dem Entwurf „ein klassisch anmutendes Gebäude mit Steinfassade und großzügigen Fensterflächen“.

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