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Baudenkmal Sanierung Wandel an der Hochstraße

Die Sanierung des Baudenkmals Alte Mosthaf-Stempel- und Schilderfabrik in der Hochstraße sorgt für eine Aufwertung des Quartiers. Sieben Baudenkmäler reihen sich in der Straße aneinander. Nur wenige Menschen nehmen die Besonderheit der Gebäude wahr.

Sieht schmuck aus: Hochstraße 33 ohne Stempelfabrik. Gegenüber kommt das Hotel hin. Foto: Behrendt

Die Hochstraße direkt am Anlagengürtel war mal Frankfurts beste Lage. Seit die Promenade an der Anlage zum „Cityring“ mit drei Auto-Fahrspuren verkommen ist, ist das vorbei.
Im Frankfurter Denkmalkataster ist die Wertschätzung für die Hochstraße jedoch bewahrt: Beim (zum Hilton-Hotel) umgebauten Stadtbad Mitte angefangen, reihen sich dort bis zum Opernplatz sieben mächtige Baudenkmale aneinander. Niemand nimmt die Besonderheit der Häuser wahr, denn das hohe Fahrtempo in der Hochstraße erfordert die ganze Aufmerksamkeit.

Jetzt kündigt sich ein Wandel an. Die frühere Mosthaf-Stempel- und Schilderfabrik steht vor dem Umbau. Der Unternehmer Max Baum nimmt die Sanierung des spätklassizistischen Mietshauses mit der Adresse Hochstraße 33 in Angriff. Laut Denkmalbuch ist der Bau mit seiner „breiten Fassade aus gereihten Achsen (…) und betonter Beletage“ um 1830 fertig geworden.

Platz für Büros und Einzelhandel

Das Unternehmen Max Baum hat das Frankfurter Architekturbüro Jourdan&Müller beauftragt. Laut Mitteilung sollen „moderne Büro- und Einzelhandelsflächen mit dem Charme eines klassizistischen Gebäudes inmitten der Stadt“ entstehen. Die Investitionssumme wird auf acht Millionen Euro geschätzt. Man wolle insgesamt 1500 Quadratmeter vermietbaren Raum schaffen und denke dabei an „kleinere Unternehmen mit einem Flächenbedarf von 70 bis 290 Quadratmetern“. Eine auf Wirtschafts- und Steuerstrafrecht spezialisierte Kanzlei werde als erster Mieter künftig die erste Etage nutzen.

Die Stempelfabrik Mosthaf hatte die Hochstraße 2004 geräumt und den Betrieb nach Schwerin verlagert. Seit 2005 wird dort, nach dem Zusammenschluss mit der Hamburger Firma Hagedorn&Dänicke, unter dem Namen Amos GmbH produziert. Das hiesige Mosthaf-Haus, an dem früher als Zeichen ein mächtiger Stempel hing, liegt genau gegenüber dem Baufeld, aus dem das Frankfurt Opera, das Luxushotel von Sofitel, wachsen soll. Zugunsten der Hotelvorfahrt will die Stadt die Straße an der Stelle verengen, also wohl beruhigen.

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