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Bankenaufsicht in Frankfurt Kontrolleure im Japan-Center

Die europäische Bankenaufsicht beginnt ihre Arbeit mitten im Finanzviertel: ein Vorbereitungsteam ist schon eingetroffen. Die offizielle Eröffnung dauert aber noch; sie ist für den November geplant. Die Kontrollbehörde mit ihren rund 1000 Experten wird zunächst im Japan-Center ansässig sein.

Das Japan-Center wird zum Sitz der Bankenkontrolleure. Foto: Andreas Arnold

Die ersten sind schon da. Die ersten Experten der neuen europäischen Bankenaufsicht sind in Frankfurt eingetroffen. Ein „Vorbereitungsteam“ arbeitet bereits im Domizil der künftigen Kontrollbehörde: Im Japan-Center am Taunustor, das gemeinhin als Frankfurts schönstes Hochhaus gilt. In dem 115 Meter hohen Gebäude, das 1996 eröffnet worden war, wird die Bankenaufsicht zunächst unterkommen. „Wir haben das gesamte Gebäude angemietet“, sagt Andrea Jürges, die Sprecherin der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie lange diese Lösung gilt, weiß sie nicht.

Mittelfristig soll die Bankenaufsicht dann in das heutige EZB-Hochhaus am Willy-Brandt-Platz umziehen. Es soll zunächst saniert werden, sobald die EZB in der zweiten Jahreshälfte 2014 ihr neues Domizil im Frankfurter Ostend bezogen hat.

Zweites Hochhaus an der EZB möglich

Allerdings will die EZB auch prüfen, ob die Bankenaufsicht langfristig nicht auch auf das neue Gelände der EZB im Ostend ziehen kann. Im städtischen Bebauungsplan für das Areal sind offiziell „Erweiterungsflächen“ vorgesehen, wie Jürges sagt. Sie liegen am östlichen Rand des Geländes zur Bahnlinie hin. Dort könnte auch ein zweites Hochhaus gebaut werden neben dem neuen EZB-Turm. Allerdings wäre die Höhe dieses Hochhauses zumindest bisher auf 60 Meter begrenzt.

Am 4. November 2014 ist die offizielle Eröffnung der europäischen Bankenaufsicht im Japan-Center vorgesehen. Rund 1000 Fachleute arbeiten dann dort unter der Führung der 63-jährigen Französin Daniéle Nouy, die von der französischen Notenbank Banque de France kommt. Sie hat am 1. Januar ihr Amt angetreten.

Restaurant bleibt öffentlich

In vier Abteilungen sollen die Experten in dem 27-stöckigen Hochhaus untergebracht werden. Derzeit wirbt die EZB massiv bei europäischen Banken um geeignete internationale Fachleute, um sie nach Frankfurt zu locken. Ein Vorteil für die künftigen Mitarbeiter der Bankenaufsicht: Sie müssen Steuern nur an die Europäische Union (EU), aber nicht an ihre Herkunftsländer zahlen – das kommt billiger.

Trotz der nötigen Sicherheitsmaßnahmen für die neue Bankenaufsicht soll das beliebte Restaurant an der Spitze des Japan-Centers für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, so die EZB-Sprecherin.

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