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Baltic Sea Circle Um die Ostsee in sechzehn Tagen

Neun Frankfurter nehmen an der Rallye „Baltic Sea Circle“ teil. Dabei geht es neben dem Fahrspaß um die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen.

22.06.2016 19:21
Laura Henkel
Mit dem Oldtimer auf Abenteuerreise. Foto: privat

Sechzehn Tage lang mit mindestens 20 Jahre alten Autos und Motorrädern um die Ostsee fahren, ohne GPS und Autobahnen zu benutzen – das klingt nach einem Abenteuer. Dieser Herausforderung stellen sich seit Mitte Juni neun Frankfurter. Sie nehmen bis zum 3. Juli an der Rallye „Baltic Sea Circle 2016“ des Hamburger Superlative Adventure Clubs teil, der vor sechs Jahren von den Brüdern Daniel und Sebastian Kaerger gegründet wurde.

Die Idee dahinter ist es, Rallyes für Autos und Motorräder quer über den ganzen Erdball zu veranstalten und gleichzeitig für gemeinnützige Organisationen und Projekte Spendengeld zu sammeln. Es geht dabei nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, Abenteuer zu erleben, fremde Kulturen kennenzulernen und Hilfsprojekte zu unterstützen.

Der Motorradfahrer Roman Bekkaoui wurde im vergangenen Jahr auf das Angebot aufmerksam, nachdem er mit seinem zukünftigen Teamkollegen Andreas Fürtig bereits gemeinsame Touren durch Frankreich und Rumänien unternommen hatte. Als er seinen Freunden davon erzählte, stieß die Idee auf große Begeisterung. Schnell hatten sich vier Teams mit jeweils zwei bis drei Mitgliedern gebildet, die es nun kaum erwarten können, dass die Rallye losgeht. Gemeinsam haben sie kurzerhand den Adventure Club Frankfurt gegründet.

Die „Baltic Sea Circle“-Tour führt von Hamburg über Stockholm und die Inselgruppe Lofoten in Norwegen bis zum Nordkap und von dort –unter anderem durch Murmansk, St. Petersburg und Tallinn – zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt umfasst die Strecke etwa 7500 Kilometer. Jedes Team muss neben eigener Campingausrüstung und einem Transportmittel mindestens 750 Euro Spendengeld aufbringen, von denen die Hälfte an Hilfsorganisationen geht, die die Veranstalter auswählen. Die Empfänger der anderen Hälfte bestimmen die Teilnehmer selbst.

Dauerthema beim Stammtisch

Viele der Frankfurter Teammitglieder leben in derselben Straße im Gallus. „Die Rallye ist bei unserem wöchentlichen Stammtisch seit einiger Zeit Dauerthema“, erzählt der Anwalt Christoph Plähn aus dem Team „Die MainPiraten“. Vor dem Start musste alles gut durchdacht werden: Übernachten dürfen die Teilnehmer nur im Zelt, im Auto oder im Freien, die Nutzung von Navigationsgeräten ist absolut ausgeschlossen. Es müssen Kompass und Straßenkarten ausreichen, um die Rallye zu meistern. „Wir haben alle zusammen vorher ein Wochenende lang eine Probefahrt gemacht, um unsere Autos auf Funktionstüchtigkeit zu testen und unsere eigenen Campingerfahrungen zu teilen“, erzählt Patrick Holler aus dem „Gallus Racing Team“. Mit seinem Teamkollegen Albert Schöne wird er in einem Auto fahren, das 34 Jahre und damit älter als die beiden Männer ist.

Für die neun Mitglieder des Adventure Clubs Frankfurt ist die Rallye die erste gemeinsame Tour. Das benötigte Spendengeld haben die Teams großteils seit einiger Zeit bereits zusammen. Andreas Fürtig sagt dazu: „Unser Motto ist: Tue Gutes und sprich darüber!“ Ihre Abenteuer können auf den Websites der Teams verfolgt werden, die sie während der Tour regelmäßig aktualisieren wollen.

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