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Bahnhofsviertelnacht Stadt beugt sich „dem Willen der Straße“

Die Bahnhofsviertelnacht soll nach dem „Machtwort“ von OB Feldmann nun doch wie gewohnt im Sommer stattfinden. Unter anderem hatte „Die Fraktion“ dagegen protestiert.

23.05.2016 11:21
Tobias Schwyter
Die Bahnhofsviertelnacht soll nun wie gewohnt im Sommer stattfinden. Foto: Andreas Arnold

Nach dem Machtwort von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), dass die Frankfurter Bahnhofsviertelnacht nun doch wie gewohnt im Sommer und nicht im November stattfinden soll, sehen sich die Abgeordneten von „Die Fraktion“ in ihrer Arbeit bestätigt. „Es zeigt sich, dass wir mit einem Antrag doch etwas zum Wohle der Bürger der Stadt bewegen können, wenn sich die Verwaltung dem Willen der Straße beugt“, teilt Nico Wehnemann, Stadtverordneter von „Die Partei“, mit.

„Die Fraktion“ hatte für die kommende Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingereicht, in dem sie die Verlegung der Bahnhofsviertelnacht auf den Ursprungstermin im August oder alternativ auf den 24. Dezember forderte. Bei letzterem Termin sei „dann sichergestellt, dass auch wirklich niemand kommt“, schreiben die Abgeordneten darin süffisant. Bei der Fraktion mit dem Namen „Die Fraktion“ handelt es sich um einen Zusammenschluss der Stadtverordneten Nico Wehnemann („Die Partei“), Herbert Förster (Piraten) und Thomas Schmitt (Freie Wähler).

Das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt hatte eigentlich geplant, die Bahnhofsviertelnacht auf den November zu verschieben. Der Grund der Verlegung war, dass die Veranstalter im vergangenen Jahr mit über 40 000 Besuchern überfordert waren. Nach heftiger Kritik aus dem Ortsbeirat und von Gruppen wie Attac schob jedoch Oberbürgermeister Feldmann diesen Plänen einen Riegel vor. Die NGO Attac hatte sich zuvor an die Stadtverordneten von „Die Fraktion“ gewandt und von der Unzufriedenheit vieler teilnehmenden Gewerbe und Initiativen berichtet, die mit einem Aufruf zum Boykott verbunden war.

Laut Feldmann brauche die Stadt nun zwar ein neues Sicherheitskonzept für das Fest. Dies rechtfertige jedoch noch keine Verschiebung in die Wintermonate. Mit der Verlegung in den November hatte das Amt zudem das Profil der Bahnhofsviertelnacht – die sich manchen zu sehr zur Straßenparty entwickelt hat – „als kulturelle Stadtteilveranstaltung“ wieder schärfen wollen. „Diesen Charakter kann es auch im Sommer behalten“, sagte Feldmanns Büroleiter Martin Wimmer der FR.

Das traditionell im August stattfindende Fest geht ursprünglich auf die Einweihung des Hauptbahnhofs (18. August 1888) zurück.

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