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Bahnhofsviertel in Frankfurt Zum Crack verführt

Das Bahnhofsviertel in Frankfurt löst bei Süchtigen den Wunsch zum Konsum von Crack aus. In der Moselstraße ist nun ein Warteraum für Drogenabhängige geplant.

Crackpfeife
Die Droge Crack wird mit einer speziellen Pfeife konsumiert. Foto: dpa

In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses stellte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) die Pläne für den Warteraum für Drogenabhängige in der Moselstraße 47 vor. Der Entscheidung liegt eine Erhebung zugrunde, bei der Sozialarbeiter nachts im Bahnhofsviertel unterwegs waren.

In 176 Nächten, hätten sie 1166 Gespräche geführt und 646 Personen in verschiedene Unterkünfte gebracht. Allein in die Notschlafstätte Eastside seien 95 Personen gebracht worden, von denen nun rund ein Drittel dort übernachte.

Das Zentrum für Drogenforschung der Goethe-Uni sei zudem in einem Zwischenbericht zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bahnhofsviertel bei Süchtigen den Wunsch zum Konsum von Crack auslöst. „Das Viertel hat eine Trigger-Funktion“, sagte Majer. Deshalb soll der Warteraum ein Ort sein, wo die Abhängigen mit Angeboten abgeholt werden können.

Majer: „Ziel muss es sein, sie aus dem Bahnhofviertel rauszuführen.“ Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) hofft, den Raum in einem Vierteljahr öffnen zu können. Die Teestube Jona war als Mieter in der Moselstraße im Gespräch gewesen. Nun soll sie aber in vier Wochen ihre neuen Räume in der Gutleutstraße 141 beziehen. Dies sei eine Interimslösung. Kritik gab es von Roland Frischkorn (SPD) und Astrid Buchheim (Linke). Sie sehen in der Lösung ein Ausspielen zweier Einrichtungen gegeneinander.

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