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Bäppi La Belle Die Rückkehr des Blauen Bocks

Der Frankfurter Travedy-Star Bäppi La Belle startet eine Internet-TV-Show. Es ist eine Art Neuauflage von Heinz Schenks einstiger Kult-Sendung „Zum Blauen Bock“.

Lieber Blau als gar kein Bock
Thomas Bäppler-Wolf (r.) wird als Wirtin Lia auftreten. Thomas Isser gibt den Side-Kick. Foto: peter-juelich.com

„Lieber blau als kein Bock - Die erste richtige Fernsehshow seit 1987“ steht auf dem Plakat in der Ebbelwei-Kneipe „Schöne Müllerin“ in Bornheim. Thomas Bäppler-Wolf viel besser bekannt als Travedy-Star (eine Mischung aus Travestie und Comedy) „Bäppi La Belle“ sitzt nun 30 Jahre nach 1987 in der Mitte des Gastraums. Am 24. Oktober wird er hier die Pilotfolge seines neuen Internet-TV-Formats „Lieber blau als gar kein Bock“ aufzeichnen. So eine Art Nachfolge der legendären TV-Sendung „Zum Blauen Bock“ mit Heinz Schenk.

„Heute würde die Sendung so nicht mehr funktionieren, aber sie ist noch Kult. Bis zu 30 Millionen Menschen schauten sie an. Wir wollen genau diese urige und gesellige Atmosphäre aufleben lassen. Außerdem soll Deutschland wieder sehen, wie wir Hessen babbeln und druff sind“, sagt Bäppler-Wolf.

Er ist gleich zweimal bei der Pressekonferenz am Mittwoch vertreten: Einmal in echt im Anzug und dann eben auf dem Plakat in seiner Paraderolle als Frankfurts Mundart-Dichterin und Schauspielerin Lia Wöhr. Die hessische Ikone begleitete Heinz Schenk von 1957 bis 1987 auf seiner Tour durch Hessen und war lange Zeit auch Produzentin von „Zum Blauen Block“. Als Ebbelwei-Wirtin Lia Wöhr ist Bäppler-Wolf die Gastgeberin. „Das wird keine Talkshow, in der Leute ihr neues Buch präsentieren, sondern eine Unterhaltungs-Show“, betont er.

So wird es zwar jeden Monat neu einen Gast aus der Politik geben, aber eben auch „Menschen aus der Stadt, die jeder kennt und doch nicht kennt. Also beispielsweise ,wie den Herr mit dem Zylinder‘ vor dem Standesamt Römer“. Aber es gibt auch Musik: Rapper über Oper- bis Schlagersänger. Und nicht zu vergessen: „Der Bock des Abends“, der irgendwas sehr Unsinniges gut kann und der dann mit einem Hut in einer Ecke sitzt und „der Depp des Abends“ ist.

Mit an Bord und mitverantwortlich für den „kleinen Trash-Anteil“ ist die „Bembel GmbH-Agentur für Reklame“. Denn die Zielgruppe soll auch die Generation, die lange nach 1987 geboren wurde, erreichen. In der ersten Sendung wird so Casanova auftreten, nein, kein Herzensbrecher. Er ist mit seinem Rap „Frau Rauscher aus der Klappergass“ bekannt geworden. 

„Die anderen Gäste will ich noch nicht verraten. Das soll jedes Mal bis zum Abend für die Gäste – manchmal auch für mich eine Überraschung bleiben“, so Bäppler-Wolf. Neben ihm sitzt der 30-jährige Thomas Isser, der seinen Side-Kick, als Offenbacher Kellner Reno mimen wird. 

Statt wie einst Heinz Schenk, der von Stadt zu Stadt mit seiner TV-Sendung zu ziehen, wollen sie von einer Frankfurter Ebbelwei-Kneipe zur nächsten ziehen. Und wer wäre Bäppler-Wolfs Traumgast? „Cristiano Ronaldo oder Meryl Streep.“ Der Stargast muss übrigens immer ein Mispelchen trinken, wenn er sich beim hessischen Gedicht verspricht. 

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