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Baden in der Innenstadt Verbotener Sprung in den Main

Wenn das Wasser lockt, wird die Gefahr oftmals ausgeblendet. Die Polizei weist erneut auf das Schwimmverbot im Main im Bereich der Innenstadt hin.

Baden im Main in der Innenstadt, das erscheint erst mal verlockend. Doch das Schwimmen in diesem Flussabschnitt ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Darauf wies die Polizei am Montag hin.

Am Samstagnachmittag hat ein 65-Jähriger in Fechenheim mit einem Sprung von der Carl-Ulrich-Brücke in den Fluss einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Ein Sportbootfahrer hatte beobachtet, wie der Mann sich zum Sprung bereitmachte, und den Notruf alarmiert. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schwamm der obdachlose Mann unversehrt ans Ufer. Die Gefahr des Sprungs wollte er nicht wahrhaben. Gegen den Mann wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. 

Das Risiko wird oftmals unterschätzt: Denn der teils niedrige Wasserstand in Ufernähe und die Strömungen machen das Brückenspringen lebensgefährlich. Zudem beeinflussen die Schwimmer auch den Schifffahrtsverkehr. Aus diesen Gründen ist laut Badeverordnung 100 Meter oberhalb bis 100 Meter unterhalb von Wehr- und Schleusenanlagen, einschließlich der Schleusenvorhäfen, Kraftwerksanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken das Schwimmen im Main nicht erlaubt. Aufgrund der hohen Brückendichte betrifft das faktisch den gesamten Innenstadtbereich. Bei einem Verstoß ist mit Bußgeldern zwischen 50 und 100 Euro sowie einer Anzeige zu rechnen.

Infektionen drohen

Darüber hinaus rät die Stadt Frankfurt auf ihrer Website vom Bad im Main und in der Nidda ab, da bei den Flussgewässern ein sehr hohes Infektionsrisiko bestehe. Dieses könne sich auf Magen–Darmerkrankungen sowie auf andere Organe und die Haut beziehen. Das Gesundheitsamt hat dies bei hygienischen Güteüberwachungen festgestellt. 

Wer sich bei diesen hochsommerlichen Temperaturen trotzdem in Naturgewässern erfrischen möchte, kann etwa zu den nahgelegenen Badeseen wie dem Raunheimer oder Langener Waldsee fahren. Eine besonders saubere Alternative ist das Naturerlebnisbad in Bingen am Rhein, in dem das Wasser auf biologische Art und Weise gereinigt wird. 

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