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Ausstellung 4,56 Milliarden Jahre alt und immer noch spannend

Das Thema Kosmos wird einer der vier neuen Ausstellungsbereiche im Senckenberg-Museum.

Weltall
Galaxien-Cluster Abell 2744, aufgenommen vom Hubble-Weltallteleskop. Foto: dpa

"Der Weltraum. Unendliche Weiten“, wie es früher jeden Samstagabend im Fernsehen hieß, wenn das Raumschiff Enterprise wieder auf Tour ging. Da hatte man einen – jedenfalls für den damaligen Stand der Technik – guten Eindruck von der Unendlichkeit. Aber wie lässt sich das in einem Museum darstellen?

Kosmos, einer der vier neuen Ausstellungsbereiche, soll das erklärtermaßen leisten. „Wir wollen unseren Besuchern eine Vorstellung von der Unendlichkeit von Raum und Zeit, vom Universum und dem winzigen Planeten Erde darin, von den vielen Fragen und den gar nicht so wenigen Antworten vermitteln“, kündigen Meteoritenforscherin Jutta Zipfel und Bruno Deiss an. Deiss ist der Wissenschaftliche Direktor des Physikalischen Vereins, der als Hauptattraktion die Sternwarte auf dem Dach des Senckenberg-Gebäudes betreibt. „Eine echte Herausforderung!“, dessen sind sich beide bewusst.

Deshalb haben sie einen Plan entworfen, der aus drei Komponenten besteht: Blick in den Weltraum, Präsentation außerirdischen Materials und „Ideenwelt“: was der Mensch so an Gedanken zum Kosmos entwickelte. Alles zusammen soll möglichst viele Fragen nach der Entstehung der Erde und ihrer Beiziehung zum Kosmos beantworten.

So viel ist schon mal klar: Entstanden ist die Erde vor 4,56 Milliarden Jahren. Und da gab es das Universum bereits doppelt so lange. Dass ein Meteorit, den der Mensch im Senckenberg-Museum betrachtet, genauso alt ist wie die Erde, also viereinhalb Milliarden Jahre – unfassbar eigentlich.

Blick durchs Weltraumteleskop

Aber andererseits gar nicht so ungewöhnlich, wie ein Blick durchs Weltraumteleskop zeigt. Da draußen schwirren jede Menge Sterne, Planeten, Asteroiden herum, und alles uralt. Die Erde: ein winziges Staubkorn im Universum. Die Sonne: ein Spektakel, von dem Livebilder in die Ausstellung projiziert werden. Dazu soll es Informationen zu den aktuellen Erkundungsmissionen geben: Mond, Mars, Kometen, Asteroiden, alles auf dem neusten Stand der Wissenschaft.

Und: Zeitzeugen, Meteoriten, aus dem All auf die Erde gefallen. Themenstationen sollen unter anderem erklären, inwiefern die Geschosse uns gefährden können. Die Ideenwelt schließlich erinnert daran, wie sich die Menschen seit jeher das Universum vorgestellt haben, etwa mit der berühmten Himmelsscheibe von Nebra, die in Halle an der Saale ausgestellt ist. Besucher können in einer „Bibliothek der kosmischen Erkenntnisse“ nachschlagen. Die Ausstellung soll auch eine Insel enthalten, auf der Besucher den Kosmos emotional erleben können, mit Filmen und Science-Fiction-Büchern.

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