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Ausbildung Speed-Dating für die Ausbildung

Die Industrie- und Handelskammer bringt Bewerber und Unternehmen zusammen. Beim Speed-Dating können sie sich in zehn Minuten einen ersten Eindruck verschaffen.

Azubi-Speed-Dating
Zeit für ein kurzes Gespräch: Beim Azubi-Speed-Dating in der IHK können sich Interessenten bei Unternehmen vorstellen. Foto: Christoph Boeckheler

Zwischen den Infoständen der Arbeitgeber schlendern die jungen Interessierten hindurch. Sie schauen sich um, tragen Bewerbungsmappen unter dem Arm und warten auf die Möglichkeit, mit einem potenziellen Ausbildungsbetrieb zu sprechen.

56 Unternehmen unterschiedlicher Branchen sind am Montag in das Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt gekommen. Sie bieten Bewerbern beim Azubi-Speed-Dating die Möglichkeit, sich innerhalb von zehn Minuten vorzustellen. Auch wer sich einfach informieren möchte oder nach einem Praktikumsplatz sucht, kann an den Ständen Platz nehmen. Die IHK möchte damit Schüler, Studienzweifler oder Geflüchtete bei ihrer Suche unterstützen. „Bewerber haben hier direkt einen Ansprechpartner“, sagt Michaela Meister. Die 28-Jährige sucht nach einer Ausbildungsstelle als Kauffrau im Büromanagement.

Bereits sieben Gespräche hat sie geführt und ist zufrieden. Auf die für sie interessanten Unternehmen hat sie sich zuvor mit einem Jobcoach der Initiative Aqua vorbereitet. Ihr Trainer übte mit ihr auch das Bewerbungsgespräch und half bei der Bewerbungsmappe. „Das Gesprächsklima hier ist sehr freundlich“, sagt Meister. Viele Unternehmen seien außerdem mit jungen Mitarbeitern vor Ort.

Auch der Schüler Luka C. wartet in einem der Stockwerke auf einen freien Platz. Er wird bald die zehnte Klasse abschließen und will danach eine kaufmännische Ausbildung beginnen. Ein paar Gespräche hat der 17-Jährige schon hinter sich und weiß: Viele der Unternehmen suchen bereits zum 1. August. „Mir gefällt besonders der direkte und persönliche Eindruck“, sagt der Schüler. In der Schule sei er auf die Messe aufmerksam gemacht worden, jetzt ist er mit einer Gruppe Freunden hier.

Das Azubi-Speed-Dating in der IHK bringt auch für die Betriebe Vorteile, die unter anderem aus der Hotel-, Einzelhandels- oder IT-Branche kommen: Sie finden junge Fachkräfte. Susanne Steinberger, Ausbildungsleiterin des Logistik-Unternehmens Dachser, kann an ihrem Stand bereits auf 15 Bewerbungsmappen zurückgreifen. „Die Interessierten hier sind wirklich sehr gut vorbereitet“, sagt sie.

Das Speed-Dating ersetze jedoch kein Bewerbungsgespräch. Die Messe ermögliche es, dass die Unternehmen die Bewerber kennenlernen und umgekehrt. Susanne Steinberger informiert dabei über keine klassische Ausbildung, sondern über den Logistik-Bachelor Rhein-Main: eine Kombination aus betrieblicher Ausbildung, Berufsschule und Studium.

„In unserer Branche wird es schwieriger, gute Bewerber zu finden“, sagt Stefan Langenbucher. Er ist Empfangsleiter im Macrander-Hotel Frankfurt Kaiserlei und wartet an einem der Tische auf Ausbildungssuchende. Bis zu fünf Plätze biete das Hotel an. Auf der Messe wirbt Langenbucher um Auszubildende zum Hotelfachmann oder zur Fachkraft im Gastgewerbe.

Für eine Kandidatin hat sich der Besuch an seinem Stand jedenfalls schon gelohnt: „Die war so super“, sagt Langenbucher, „nach dem Gespräch habe ich ihr gleich angeboten, dass sie bei uns anfangen kann.“

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